Vortrag: Hobbits gab es wirklich – Die Zwergmenschen von Indonesien

Vortrag: Hobbits gab es wirklich – Die Zwergmenschen von Indonesien

Feb 2020
19

19. Feb 2020

Beginn: 18:15

Vortrag von Dr. Anneke van Heteren (ZSM)

Ein gut erhaltener Schädel des Flores-Menschen (Homo floresiensis) aus dem Naturkundemuseum Naturalis in Leiden. Foto: Anneke van Heteren

Im Jahr 2003 wurden auf der Insel Flores die Überreste von kleinen Menschen entdeckt – ein spektakulärer Fund, der ein Jahr später durch die Medien ging.  Diese Zwergmenschen waren nur um die 1,10 m groß, und ihr Gehirnvolumen entsprach dem von Schimpansen. Sie besaßen lange Arme und besonders große Füße, weshalb sie den Spitznamen „Hobbits“ nach den Figuren aus Tolkiens „Herr Der Ringe“ erhielten. Das Erstaunlichste an ihnen ist aber, dass sie zwar den Vormenschen aus Afrika vor 5 Millionen Jahren ähneln, aber in Indonesien und vor nur 190.000 bis 50.000 Jahren lebten. Damit stellten sie  unsere Vorstellungen von der menschlichen Evolution völlig auf den Kopf. Große wissenschaftliche Diskussionen folgten: Woher kamen sie? Handelte es sich möglicherweise nur um krankhaft veränderte Skelette? Wie intelligent waren sie im Vergleich zu uns ? In den letzten 15 Jahren wurde vieles über diese Art bekannt, aber einige Fragen sind noch offen. Dr. Anneke van Heteren erforscht den Flores-Mensch und gibt in ihrem Vortrag einen spannenden und umfassenden Einblick in die aktuelle Forschung auf dem Gebiet.

Der Vortrag findet am 19. Februar um 18:15 im Hörsaal der SNSB Zoologischen Staatssammlung München in der Münchhausenstraße 21 in Obermenzing statt. Gleichzeitig ist an diesem Tag die Ausstellung „Artenschwund ist ungesund – Vielfalt zählt!“ durchgehend von 10 – 20 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei. Die ZSM ist mit der S2 und den Buslinien 143 und 162, jeweils Haltestelle Obermenzing, erreichbar.