Ausstellung „Artenschwund ist ungesund – Vielfalt zählt!“ in der Zoologischen Staatssammlung

Ausstellung „Artenschwund ist ungesund – Vielfalt zählt!“ in der Zoologischen Staatssammlung

Dec 2019
02

02. Dec - 20. Dec 2019

Beginn: 10:00

Ende: 16:00

Das mit dem ersten Preis der Altersstufe 10-13 Jahre ausgezeichnete Bild von Emmi Dingler macht auf die Gefährdung der heimischen Wildbienen aufmerksam.

Unter dem hochaktuellen Titel „Artenschwund ist ungesund – Vielfalt zählt!“ werden über 200 zum gleichnamigen Kreativ-Wettbewerb eingesandte Bilder gezeigt. Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 haben sich zum Thema „Artenschwund ist ungesund“ künstlerisch betätigt und ihre Meinungen zur Bedrohung der Biodiversität beschrieben. Aus insgesamt 232 Einsendungen wählte eine Jury die jeweils besten fünf der 10–13jährigen und der 14–18jährigen, bei denen es gleich zwei zweite Plätze gab, da die sieben Juroren exakt die gleiche Punktzahl vergeben hatten. So konnten sich insgesamt elf Sieger über ihre Preise freuen – allen voran Emmi Dingler, die mit ihrem Bild „Es gibt nicht nur die Honigbiene!“ auf die Bedrohung der heimischen Wildbienen aufmerksam macht. Sie erhielt den ersten Preis in der ersten Altersklasse. Den ersten Preis der zweiten Altersklasse erhielt Veronica Besser mit ihrem Bild der „Time is running out“-Sanduhr.

Aber auch die anderen preisgekrönten Bilder sprühen vor Können, Fantasie und Engagement. Der 2. Platz der ersten Altersklasse ging an Aziza Molzbergers Wal, der komplett aus Plastikmüll besteht. Auf den Plätzen 3 bis 5 folgen hier Theodor Heinerts Pinguine, die gegen den das Polareis schmelzenden Fön ankämpfen; Ilsiya Garayevas Tiger, der links ein schönes Gesicht hat, während die andere Hälfte ausgezehrt und verbrannt ist; und Johanna Buchners Berggorilla-Comic, der eine Geschichte mit Happy End erzählt. In der zweiten Altersklasse ging ein zweiter Platz an Miriam Jurascheks Regenwaldbild, in das man sich erst einsehen muss, denn es besteht aus drei in Streifen zusammengesetzten Bildern, die verschiedene Zustände zeigen. Den anderen zweiten Platz erhielt Aylin Dinhs Meerjungfrau, die auf die Missstände in ihrem Lebensraum aufmerksam macht. Auf den Plätzen 3 bis 5 folgen Mirjam Maiers perfekt durchkomponierter Hammerhai im Treibnetz, der den Betrachter betroffen macht; Franziska Schmids Unterwasserwelt, die durch Artnamen gefährdeter Fische, ihrer Bedrohungen und Lösungsvorschlägen umrahmt ist; und Sophia Hohls traumhaft schöner Amurleopard, dessen rote Stoffumrahmung die Bedrohung dieser akut vom Aussterben bedrohten Unterart anzeigt.

Die 11 Siegerbilder sind thematisch in die Ausstellung eingefügt. Der Besucher bekommt einen drastischen Einblick in die Gefährdung der Artenvielfalt, sieht aber auch Lösungsansätze und wird überrascht sein, was die junge Generation weiß und was sie bewegt.

Seit Montag ist die Ausstellung für das Publikum geöffnet, Zoologische Staatssammlung München, Münchhausenstr. 21, 81247 München – Obermenzing, montags bis freitags an Werktagen von 10 – 16 Uhr, dieses Jahr noch bis zum 20. Dezember, und wieder ab 7. Januar. Der Eintritt ist frei!

An Abenden mit Vortragsveranstaltungen ist durchgehend bis 20 Uhr geöffnet (https://www.zsm.mwn.de/termine/). So können interessierte Besucher zum Beispiel am 18. Dezember um 18:15 Uhr den Vortrag „Coole Tiere hautnah“ von Dr. Thassilo Franke mit spannenden Originalpräparaten der ZSM im Hörsaal genießen und sich vorher oder nachher die Ausstellung anschauen.