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Forschungsprojekte der Sektion Hemiptera

Auchenorrhyncha

Heteroptera

Orthoptera

Phasmatodea

Hymenoptera

Coleoptera

Beitrag zur Faunistik der Auchenorrhyncha in Bayern

Die einheimischen Bestände der Sammlung an Zikaden wurden aufgenommen. Die Daten sind in eine zusammenfassende Darstellung über die Zikaden in Deutschland eingegangen (Nickel 2003). In einem besonders interessanten Reliktbiotop ("Lochhauser Sandberg") bei München wurden die Zikaden untersucht und mit früheren Sammlungsbeständen aus den Jahren 1938 bis 1949 verglichen (Weis & Schönitzer 2001). In weiteren Gebieten des Voralpenlandes (z.B. Kendelmühlfilzen bei Grassau, Schluifelder Moor bei Etterschlag) und im Karwendel wurden die Zikaden aus älteren Untersuchungen bestimmt und erfasst.

Literatur

Adler, I. (2009) Beitrag zur Faunistik der Zikaden (Auchenorrhyncha) des Bayerischen Oberlandes. Zulassiungsarbeit, LMU München.Link to PDF

Eckerskorn K. (2009) Zikaden (Auchenorrhyncha) in Oberbayern (Kendelmühlfilzen) und Niederbayern. Zulassiungsarbeit, LMU München.Link to PDF

Nickel, H. (2003): The Leafhoppers and Planthoppers of Germany (Hemiptera, Auchenorrhyncha): Patterns and strategies in a highly diverse group of phytophagous insects. Goecke & Evers, Keltern. Weitere Informationen...

Weis, A. & K. Schönitzer (2001): Der Wandel der Zikadenfauna am "Lochhauser Sandberg", einem kleinflächigen Reliktbiotop bei München. Beitr. Zikadenk. 4, 59-68.Link to PDF

Erfassung der Heteropteren-Typen (insbesondere der Seidenstücker Sammlung)

Die Sammlung von G. Seidenstücker stellt einen wichtigen Teil der Heteropteren Sammlung der ZSM dar. Diese Sammlung enthielt etwa 75000 Exemplare aus 2.240 Arten. Insgesamt ist Typenmaterial von 215 Arten bzw. Unterarten aufgelistet. Bei Holotypen sind alle Angaben der Etiketten zitiert (wörtliche Wiedergabe sämtlicher Etiketten), bei Paratypen die genauen Fundorte. Sämtliche, etwa einhundert Holotypen sind farbig abgebildet. Einzelne Abbildungen können per e-Mail angefordert werden. Weitere Heteropteren-Typen sollen in den nächsten Jahren erfasst werden.

Literatur

Kothe, T., G. Blazi & K. Schönitzer (2004): Katalog der Wanzen-Typen von Gustav Seidentücker (1912 - 1989) in der Zoologischen Staatssammlung München (Heteroptera). 61. Bericht der Naturforschenden Ges. Augsburg (219) 1-90; (mit 102 Farbabbildungen)PDF

Beitrag zur Faunistik der Wanzen in Bayern

WanzeGemeinsam mit dem freien Mitarbeiter Dipl.-Biol. Markus Bräu und Studenten werden die Bestände der bayerischen Landwanzen der Sektion überarbeitet und in Datenbanken aufgenommen um sie faunistisch auszuwerten. Langfristig ist es geplant, alle selteneren Wanzenarten aus Bayern mit konkreten Fundorten zu erfassen und zu publizieren. S. Scheidl hat im Rahmen einer Zulassungsarbeit (Lehramt) die bayerischen Pentatomidae, F. Schmolke im Rahmen einer Diplomarbeit die Coreidae und Rhopalidae der ZSM erfasst.

Kurzfassung der Diplomarbeit von Franz Schmolke (2003):
Aus der Zoologischen Staatssammlung München wurden die Coreidae und Rhopalidae aus Bayern erfasst und durch eigene Fänge ergänzt. In Bayern kommen insgesamt 31 Arten (16 Coreidae, 15 Rhopalidae) vor, wovon 2 Arten (Arenocoris waltli und Rhopalus rufus) als verschollen oder ausgestorben (Rote Liste-Status 0) gelten müssen.

Im Rahmen der Felduntersuchungen konnten insgesamt 23 Arten (10 Coreidae, 13 Rhopalidae) aus 32 Fundorten belegt werden. Darunter waren sehr seltene Arten mit dem Rote Liste-Status R wie Liorhyssus hyalinus, 2 Arten mit dem Rote Liste-Status 1 (Coriomeris scabricornis und Chorosoma schillingi), 4 Arten mit Rote Liste-Status 2 (Arenocoris falléni, Ceraleptus lividus, Rhopalus distinctus und Rhopalus (Brachycarenus) tigrinus), 2 Arten mit Rote Liste-Status 3 (Spathocera dalmani und Rhopalus conspersus) und 1 Art mit Rote Liste-Status G (Gonocerus juniperi).

Literatur

Bräu, M. (2001): Stand der Wanzen-Faunistik in Bayern (inkl. Mitteilung einiger Funde bemerkenswerter Arten). - Heteropteron. (11), 25-32.

Bräu M. & Schwibinger, M. (2004): Beitrag zur Wanzen-Faunistik in Bayern mit Kommentaren zur Neufassung der Roten Liste (Insecta: Heteroptera, Geocorisae). - Beitr. bayer. Entomofaunistik 6, 95-216.

Scheidl, S. (2000): Interaktiver Bestimmungsschlüssel und Beitrag zur Faunistik der Baumwanzen (Pentatomidae) in Bayern. Zulassungsarbeit, LMU München.

Schmolke, F. (2003): Beitrag zur Faunistik der Coreidae und Rhopalidae in Bayern (Heteroptera). Diplomarbeit, LMU München.

Schmolke, F., M. Bräu & K. Schönitzer (2006): Interessante Wanzenfunde aus Bayern unter besonderer Berücksichtigung der Coreoidea (Insecta: Heteroptera, Geocorisae). Beitr. z. bayerischen Entomofaunistik 8,131-181.

Werner, D. J. (2002): Die Verbreitung der Bauchkielwanze Cyphostethus tristriatus (Heroptera: Acanthosmatidae) an Zypressengewächsen (Cupressaceae) in Deutschland. - Heteropteron (14), 7-25.

Werner, D. J. (2003): Die Verbreitung der Grauen Gartenwanze Rhaphiaster nebulosa (Heteroptera: Pentatomidae) in Deutschland. - Heteropteron. (16), S. 5-20.

Bestimmungsschlüssel für die einheimischen Baumwanzen (Pentatomidae), Coreidae und Rhopalidae

Interaktiver Bestimmungsschlüssel der einheimischen Baumwanzen (Pentatomidae):

Ein interaktiver Bestimmungsschlüssel ermöglicht sehr bequem die Bestimmung der einheimischen Pentatomidae. Alle Arten sind digital hochauflösend als Habitusbild dargestellt. Darüber hinaus sind bei schwer zu bestimmenden Arten Detailaufnahmen bzw. Zeichnungen von diagnostischen Merkmalen zu sehen, sowie Aufnahmen der Tiere im Gelände von Dipl. Biol. Markus Bräu. Der Bestimmungsschlüssel ist auf HTML Basis programmiert und kann auf einer CD-Rom abgegeben werden (Stefan Scheidl, 2000, Zulassungsarbeit, LMU).

Des Weiteren wurde für die Coreidae bzw. Rhopalidae jeweils ein Bestimmungsschlüssel erstellt. Dabei wurden sowohl bereits vorhandene Schlüssel und Abbildungen aus der Literatur kombiniert als auch eigene Erfahrungen eingearbeitet und neue Abbildungen erstellt (Franz Schmolke, 2003, Diplomarbeit). Diese Bestimmungsschlüssel liegen auch als pdf-Dateien vor: Coreidae.pdf (763 KB), Rhopalidae.pdf (1.07 MB).

Beitrag zur Faunistik der Orthoptera in Bayern

Die faunistischen Daten der bayerischen Heuschrecken aus den Beständen der ZSM wurden erfasst um sie für großräumige faunistische und Naturschutzbezogene Werke weiter zu ver- wenden. Die Bearbeitung des zum Teil schon älteren Materials (zum Beispiel im Gebiet des heutigen Nationalparkes Berchtesgaden) hat sich als sehr interessant herausgestellt. Die Daten wurden für den bayerischen Heuschreckenatlas (Schlumprecht, H. & G. Waeber, 2003) und die Gefährdungs- analyse der deutschen Heuschrecken (Maas et al. 2002) zur Verfügung gestellt. Außerdem wurden aktuelle Aufsammlungen, vor allem in Südbayern gemacht.

Literatur

Breitsameter, T. Kothe & K. Schönitzer (1999): Bemerkenswerte Heuschrecken aus Bayern in der Zoologischen Staatssammlung München.- 58. Bericht der Naturforschenden Gesellschaft Augsburg, 1 - 26.

Weis, A. & K. Schönitzer [2002]: Bestimmung von Populationsgrößen bei Heuschrecken in einem Kleinbiotop - ein Methodenvergleich. Mitt. Dt. Ges. allg. angew. Ent. (2001) 13, 611-614.

Maas, S., P. Detzel & A. Staudt (2002): Gefährdungsanalyse der Heuschrecken Deutschlands. Verbreitungsatlas, Gefährdungseinstufung und Schutzkonzepte. Bundesamt f. Naturschutz, Bonn/Bad Godesberg, 401 S.

Schlumprecht, H. & G. Waeber (2003): Heuschrecken in Bayern. E. Ulmer Verl., Stuttgart, 515 S.

Orthoptera

Bestimmungsschlüssel für die einheimischen Dornschrecken (Saltatoria: Caelifera: Tetrix spp.)

Da die einheimischen Dornschrecken bei der Bestimmung immer wieder zu Schwierigkeiten führen, aber die Verbreitung gerade dieser Heuschrecken erst lückenhaft bekannt ist, wurde von Frau Breitsameter ein Bestimmungsschlüssel zusammengestellt.

Dieser Bestimmungsschlüssel liegt als PDF-Datei vor (4.7MB).

Taxonomische Arbeiten über Phasmatodea

Die freien Mitarbeiter der ZSM, Oskar Conle und Frank Hennemann bearbeiten in Zusammenarbeit mit der Sektion Hemiptera die Taxonomie und Systematik der Phasmatodea (Stabheuschrecken). Durch viele Sammelreisen haben Oskar Conle & Frank Hennemann bis heute die insgesamt größte Phasmidensammlung der Welt aufgebaut und das Material der ZSM bestimmt. Als weltweit umfassendste, bilinguale Informationsquelle zum Thema Phasmatodea wurde das Webportal errichtet.

Diverse Publikationen und größere Werke über Phasmatodea befinden sich derzeit in Bearbeitung. Kontakt: conle@phasmatodea.com & hennemann@phasmatodea.com 

Literatur (Auswahl)

Conle, O. V. & Hennemann, F. H. (2002): Revision neotropischer Phasmatodea: Die Tribus Anisomorphini sensu Bradley & Galil 1977 (Insecta,Phasmatodea, Pseudophasmatidae) - Spixiana, Supplement 28, 141 pp.,pls. 1-19.

Conle, O. V. & Hennemann, F. H. (2005): Studies on neotropical Phasmatodea I: A remarkable new species of Peruphasma Conle & Hennemann, 2002 from Northern Peru (Phasmatodea: Pseudophasmatidae: Pseudophasmatinae).- Zootaxa, 1068: 59-68.

Conle, O. V., Hennemann, F.H. & Perez-Gelabert, D.E. (2006): Studies on Neotropical Phasmatodea III: A new species of the genus Anisomorpha Gray, 1835 (Phasmatodea: Pseudophasmatidae: Pseudophasmatinae) from Hispaniola. - Proceedings of the Entomological Society of Washington D.C., 108(4): 885-891.

Conle, O. V., Hennemann, F.H. & Perez-Gelabert, D.E. (2008): Studies on Neotropical Phasmatodea II: Revision of the genus Malacomorpha Rehn, 1906, with the description of seven new species (Phasmatodea, Areolatae, Pseudophasmatidae, Pseudophasmatinae). - Zootaxa, 1748: 3-64.

Conle, O. V., Hennemann, F.H., Käch, H. & Kneubühler, B. (2009): Studies on neotropical Phasmatodea IX: Oreophoetes topoense n. sp. - a new colorful walking-stick from central Ecuador (Phasmatodea: Diapheromeridae: Diapheromerinae: Oreophoetini). - Journal of Orthoptera Research 2009, 18(1): 145-152.

Conle, O., F. Hennemann & Y. Gutiérrez (2011): The Stick Insects (Phasmatodea) of Colombia. A catalogue and bibliography with the description of four new genera and 74 new species. Books on Demand, Norderstedt, 410 S.

Hennemann, F. H. (2002): Notes on the Phasmatodea of Sri Lanka (Orthoptera). - Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft, 92: 37-76.

Hennemann, F. H. & Conle,O. V. (2004): Revision of the tribe Achriopterini Bradley & Galil, 1977 with the description of a new genus, three new species and a new subspecies from Madagascar (Phasmatodea: Phasmatidae: Phasmatinae). - Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft, 94: 5-54.

Hennemann, F. H. & Conle,O. V. (2007): Studies on Philippine Lonchodinae with the descriptions of two new genera and eleven new species (Phasmatodea: Phasmatidae: Lonchodinae). - Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft, 97 (Supplement): 3-88.

Hennemann, F. H. & Conle,O. V. (2007): Studies on Neotropical Phasmatodea VII. Description of a new genus and four new species of Diapheromerinae from Peru and Bolivia (Phasmatodea, "Anareolatae", Diapheromeridae). - Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft, 97(Supplement): 89-112.

Hennemann, F. H. & Conle,O. V (2008): Revision of Oriental Phasmatodea: The tribe Pharnaciini Günther, 1953, including the description of the world's longest insect*, and a survey of the family Phasmatidae Gray, 1835 with keys to the subfamilies and tribes. (Phasmatodea: "Anareolatae": Phasmatidae). - Zootaxa, 1906: 1-316. (* author: P.E. Bragg)

Hennemann, F. H., Conle,O. V. & Zhang, W. W. (2008): Catalogue of the Stick and Leaf-insects (Phasmatodea) of China, with a faunistic analysis and a review of recent ecological and biological studies and bibliography (Insecta: Orthoptera: Phasmatodea). - Zootaxa, 1735: 3-77.

Hennemann, F. H., Conle,O. V., Gottardo, M. & Bressel, J. (2009): On certain species of the genus Phyllium Illiger, 1798, with proposals for an intra-generic systematization and the descriptions of five new species from the Philippines and Palawan (Phasmatodea: Phylliidae: Phylliinae: Phylliini). - Zootaxa, 2322: 1-83.

Die Hymenopterenfauna des Landkreises Dachau (Südbayern).

In zwei Gebieten im Norden von Dachau (ehemaliger Schießplatz bei Hebertshausen, Leitenberg bei Etzenhausen) und benach- barten Grundstücken wurden die Hymenopteren erfasst. Der ehemalige Schießplatz und der Friedhof am Leitenberg sind von großer historischer Bedeutung und dienen jetzt als Gedenkstätten für die Gräuel der NS-Diktatur. Näheres siehe: Link: www.kz-gedenkstaette-dachau.de. 

Aus folgenden Familien liegen Nachweise vor (Anzahl der jeweils nachgewiesenen Arten in Klammern): Argidae (9), Cephidae (8), Cimbicidae (3), Diprionidae (1), Pamphiliidae (1), Tenthredinidae (61), Gasteruptiidae (1), Chrysididae (8), Tiphiidae (1), Mutillidae (1) Vespidae (15), Crabronidae (34), Colletidae (11), Andrenidae (32), Halictidae (29), Melittidae (4), Megachilidae (21) und Apidae (35). Die nachgewiesenen Arten wurden in einer kommentierten Artenliste aufgeführt. 

Insgesamt konnten 59 in der aktuellen Roten Liste Bayern aufgeführte Insektenarten (21 Bienenarten, sechs Pflanzenwespen-Arten, zwei Faltenwespen -Arten, je eine Grab- und eine Goldwespenart und jeweils eine Heuschrecken- und Netzflüglerart) nachgewiesen werden. Folgende Insektenarten gelten dabei nach der Roten Liste Bayern als stark gefährdet: Andrena nycthemera, Rhophitoides canus, Sphecodes niger, Anthophora quadrimaculata und Chrysis sybarita. Die Pflanzenwespen Ahia aenea, A. fasciata, Cimbex femoratus, Dolerus triplicatus, Macrophya erythrocnema, M. rufipes, Janus compressus und Tenthredopsis lactiflua sind in Bayern und auf Bundesebene stark gefährdet. Für einzelne Pflanzenwespen werden neue Angaben zu den larvalen Futterpflanzen veröffentlicht. 

Bemerkenswert ist die Vielzahl der Arten unter Berücksichtigung der kleinen Gesamt- fläche des Untersuchungsgebietes wobei Arten festgestellt wurden, die für ganz verschiedene Biotope (z. B. xerotherme Trockenstandorte, Waldstandorte, synanthrope Habitate) typisch gelten. Gegenüber früheren Untersuchugen (1962 bis 1988) konnte ein Wandel der Bienenfauna dokumentiert werden. Das Gebiet ist zweifelsohne von sehr hohem, überregionalem Interesse und schützenswert. Empfehlenswerte Biotop-Pflegemaßnahmen werden vorgestellt und diskutiert. 

Die vorliegende Arbeit basiert im Wesentlichen auf der Diplomarbeit von A. Dubitzky (abgeschlossen im Jahr 2000), und in den folgenden Jahren sporadisch weitergeführten Untersuchungen. Für die Pflanzenwespen wurden in diese Publikation auch ältere Daten von S. M. Blank aufgenommen.

Verschiedene Faunistische Untersuchungen über Bienen in München und Umgebung werden gemeinsam mit J. Schuberth durchgeführt.

Literatur

Dubitzky, A., S. M. Blank, K. Schönitzer (2005): Linzer biol. Beitr. 37/1, 235-314.PDF

Bembé, B., G. Gerlach, J. Schuberth & K. Schönitzer (2001): Die Wildbienen im Botanischen Garten München (Hymenoptera, Apidae). NachrBl. bayer. Ent. 50, 30-41.PDF

Taxonomie und Verbreitung der Gattung Stenodontus (Ichneumonidae: Ichneumoninae: Phaeogenini)Stenodontus reichli

Stenodontus reichli, Diller, 1998

Die Taxonomie und Faunistik der Gattung Stenodontus Berthoumieu, 1896, die zur Subtribus Stenodontina in der Tribus Phaeogenini gehört, wurde untersucht. Stenodontus reichli wurde aus Taiwan, China, Indien und Nepal beschrieben. Zwei neue Arten, Stenodontus philippinator Diller sp. nov. und Stenodontus tagalogator Diller sp. nov. von den Philippinen werden beschrieben und mit rasterelektronenmikroskopischen Bilder illustriert. Diese Arten zeigen gleichzeitig ein weiteres Verbreitungsgebiet in der Orientalis für die Gattung Stenodontus Berthoumieu, 1896 auf. Eine neue Art, Stenodontus himalayator Diller sp. nov., wird aus verschiedenen Gebieten Nepals und Indiens beschrieben. Ein Neunachweis von Stenodontus regieri Diller, 1996 aus Nepal wird dokumentiert. Für die Arten Stenodontus marginellus (Gravenhorst, 1829) und Stenodontus malaisei Roman, 1925 wird Japan als neues und östlichstes Verbreitungsgebiet nachgewiesen.

Literatur

Diller & Schönitzer (1998) Eine neue Stenodontus Art aus Asien. Stapfia 55, 469-479PDF

Diller & Schönitzer (2004) Neue Stenodontus-Arten von den Philippinen (Hymenoptera, Ichneumonidae, Ichneumoninae, Alomyini) Entomofauna 25, (24 & 26), 357-364, 373-380. PDF 2

Taxonomie und Nomenklatur der Gattung Colpognathus (Ichneumonidae: Ichneumoninae: Phaeogenini)

Die Gattung Colpognathus Wesmael, [1845] steht bei den Phaeogenini in der Subtribus Dicaelotina, hauptsächlich aufgrund der fehlenden Thyridiae. Von den anderen Gattungen in dieser Subtribus unterscheidet sie sich durch die Mandibeln, die sich nach der Basis verdünnen, um sich dann mehr oder weniger stark zu verbreitern. Zudem sind die Abdomenenden der Weibchen amblypyg, z. B. im Gegensatz zu der sehr nah verwandten Gattung Centeterus Wesmael, [1845], bei der die Weibchen ein oxypyges Abdomenende besitzen. C. G. Thomson beschrieb 1891 in seinen "Opuscula Entomologica" drei Colpognathus-Arten: Colpognathus armatus: p.1636, Colpognathus divisus: p.1636 und Colpognathus pentagonus: p.1637. Bis jetzt waren in der Gattung Colpognathus weltweit 8 gültige Arten bekannt. Bei Colpognathus miyakae Matsumura, 1911 aus Russland haben D. S. Yu & K. Horstmann (1997) ein "?" gesetzt. Diese Art konnte nicht untersucht werden und bleibt daher weiterhin fraglich. Dadurch, dass Colpognathus armatus als neues Synonym aus der Gattung ausgeschlossen wird, jedoch Colpognathus heinzelleri spec. nov. neu beschrieben wurde, bleiben weiterhin weltweit 8 gültige Arten in dieser Gattung. Colpognathus armatus Thomson, 1891 und Colpognathus divisus Thomson, 1891 wurden revidiert, und für die Stabilisierung der Namen wurden Lectotypen festgelegt. Der gültige Name für Colpognathus armatus Thomson, 1891 syn. nov. ist Colpognathus celerator (Gravenhorst, 1807). Eine neue Art, Colpognathus heinzelleri Diller, 2003 spec. nov. aus U.S.A. wurde beschrieben. Phaeogenes jucundus Wesmael, [1845] wurde in die Gattung Tycherus Foerster, [1869] überführt. Der korrekte Name ist nun: Tycherus jucundus (Wesmael, [1845]) comb. nov. Colpognathus atricornis Pic, 1914 ist ein syn. nov. von Colpognathus celerator (Gravenhorst, 1807).

Literatur

E. Diller & K. Schönitzer (2003): Entomofauna 24 (24), 333-342.PDF

Taxonomie und Morphologie der Gattung Dirophanes (Ichneumonidae: Ichneumoninae: Phaeogenini)

Dirophanes

Dirophanes anoucae (Weibchen). A. Habitus, B. Kopf von oben (Scheitel), C. Antennenbasis, D. Mandibeln (B bis D: REM Aufnahmen von unbesputtertem Material)

Die Subtribus Phaeogenina ist die größte Subtribus der Tribus Phaeogenini. Eine Gruppe von Gattungen innerhalb dieser Subtribus gilt als monophyletisch: Aethecerus Wesmael, [1845], Diadromus Wesmael, [1845], Dirophanes Foerster, 1869, Phaeogenes Wesmael, [1845] und Tycherus Foerster, 1869. Diese Gattungen wurden voneinander abgegrenzt und durch einen Bestimmungsschlüssel charakterisiert (Hower et al. 2000, Beitr. Hymenopt. -Tagung Stuttgart, S. 48). Das Ziel der Untersuchung ist eine taxonomische und nomenklatorische Überarbeitung der Gattung Dirophanes. Die Morphologie der einzelnen Arten wird vergleichend, rasterelektronenmikroskopisch dargestellt. Es wird ein ausführlicher Bestimmungsschlüssel für alle Weibchen und Männchen ausgearbeitet. Für die Gattung Dirophanes gab es bisher keinerlei Bestimmungsliteratur. Frühere Beschreibungen der Arten sind meist sehr knapp und früh entstanden. Die einzige bedeutendere Überarbeitung stammt von Schmiedeknecht (1902). Von den meisten der bisher bekannten Arten (die 3 japanischen Arten konnten nicht untersucht werden) werden Artbeschreibungen vorgelegt und durch REM-Aufnahmen illustriert: Dirophanes hariolus (Cresson, 1867), Dirophanes maculicornis (Stephens, 1835), Dirophanes invisor (Thunberg, 1822), Dirophanes callopus (Wesmael, [1845]), Dirophanes coryphaeus (Wesmael, [1845]) comb. nov. Synonym: Phaeogenes versutus (Wesmael, [1845]), Dirophanes foveolatus (Perkins, 1953) comb. nov. Synonym: Phaeogenes foveolatus (Perkins, 1953), Dirophanes fulvitarsis (Wesmael, [1845]), Dirophanes mellinus (Provancher, 1875) comb. nov. Synonym: Phaeogenes mellinus (Provancher, 1875), Dirophanes muricifer (Holmgren, 1890), Dirophanes mysticus (Wesmael, 1855) comb. nov. Synonym: Phaeogenes mysticus (Wesmael, 1855) und Dirophanes regenerator (Fabricius, 1804). Außerdem werden Dirophanes benjamini spec. nov. aus der Osttürkei und Dirophanes anoukae spec. nov. aus Russland neu beschrieben. Für die behandelten Arten wir jeweils die Verbreitung nach der Literatur sowie die Fundorte der untersuchten Tiere angegeben. Die Phylogenie der Gattung Dirophanes wird diskutiert. Anhand der Morphologie der Weibchen lässt sie sich in drei, vermutlich monophyletische Zweige aufspalten: (D. maculicornis, D. hariolus) - [(D. mellinus, (D. coryphaeus (D. muricifer, D. mysticus))) - D. regenerator, (D. benjamini, D. fulvitarsis, D. invisor) (D. foveolatus, D. callopus)].

Literatur

Schönitzer,K., E. Hower, R. R. Melzer, E. Diller (2006): Mitt. Münch. Ent. Ges. 95,87-142. PDF

Neotropische Phaeogenini der Gattungen Tycherus und Dicaelotus

Folgende Gattungen der Phaeogenini sind aus der Neotropis bekannt: Centeterus, Dicaelotus, Herpestomus, Hintelmannia (siehe Abbildung unten), Liaodontus, Lusius, Maxodontus, Saltagenes, Tycherus und Wahliodontus. Aus der Gattung Tycherus wurden 32 Arten neu beschrieben, aus der Gattung Dicaelotus wurden vier neue Arten beschrieben. Insgesamt sind nun 55 Arten (und 2 Unterarten) von Phaeogenini aus der Neotropis bekannt. Für die beiden Gattung Tycerus und Dicaelotus sind Bestimmungsschlüssel publiziert.

Literatur

Diller E, M. Riedel, R. R. Melzer & K. Schönitzer (2009) Neotropische Phaeogenini mit Beschreibung neuer Arten der Gattung Tycherus Foerster, [1869] (Hymenoptera, Ichneumonidae, Ichneumoninae, Phaeogenini). Mitt. Münch. Ent. Ges. 99 Suppl., 3-96 PDF

Diller, E. & K. Schönitzer (2009) Verbreitung neotropischer Phaeogenini der Gattung Dicaelotus Wesmael [1845], mit Beschreibung neuer Taxa. Linzer biol. Beitr. 41/2, 1089-1102PDF

Diller E. & K. Schönitzer (2003) Erster Nachweis der Gattung Tycherus Foerster, [1869] aus der Neotropis (Hymenoptera, Ichneumonifdae, Ichneumoninae, Alomyini). Mitt. Münch. Ent. Ges. 93, 39-43PDF

Diller E., K. Schönitzer & R.R. Melzer (2008) Eine neue, alpine Tycherus-Art (Insecta: Hymenoptera, Ichneumonidae, Ichneumoninae, Phaeogenini). Mitt. Münch. Ent. Ges. 98, 37-42 Link to PDF

Hintelmannia

Hintelmannia elisabethae Diller & Schönitzer, 1997, Costa Rica, Mexico PDF

Phylogenie der Gattung Andrena (Apidae: Andrenidae)

Mit ca. 1500 gültig beschriebenen Arten weltweit stellt die Bienengattung Andrena (Sandbienen) die größte Bienengattung überhaupt dar. Die Phylogenie dieser Gattung ist bislang nur unzureichend erforscht worden. So beschränkten sich frühere Untersuchungen nur auf einige wenige Untergattungen oder bestimmte regionale Vertreter von Andrena, aber berücksichtigten niemals die gesamte Gattung und all ihre verschiedenen Untergattungen. Im Rahmen dieser Untersuchung (Dubitzky 2005), welche 84 Vertreter der 99 gegenwärtig bekannten Andrena-Untergattungen einschließt, wurde eine kladistische Analyse, basierend auf 162 morphologischen Merkmalen durchgeführt. Eine mögliche Merkmalsentwicklung im Hinblick auf die verwendete Polarität wurde diskutiert. Soweit möglich wurden die Typusarten der Untergattungen verwendet oder Arten, die für Artengruppen repräsentativ sind. Insgesamt wurden 107 Taxa kodiert, von denen fünf je einen Vertreter aller anderen Gattungen der Unterfamilie Andreninae repräsentierten (Euherbstia, Orphana, Megandrena, Ancylandrena). Aufgrund der ebenfalls ungeklärten Verwandschaftsverhältnisse innerhalb der Andreninae wurde ein hypothetischer Vorfahre als Außengruppe verwendet. Eine heuristische Analyse ohne Merkmalsgewichtung ergab insgesamt sechs maximal sparsame Kladogramme (MPTs) mit einer Länge von 1875 Schritten. Das strikte Konsensus-Kladogramm dieser sechs Bäume ließ sieben Großgruppen innerhalb der Gattung Andrena erkennen. Die Monophylie von Andrena wurde durch fünf, nicht-homoplastische Synapomorphien begründet.

Andrena

Andrena nycthemera, Männchen (li.) und Weibchen (re.).

Cubiandrena stellte sich als nicht zu Andrena gehörig heraus. Eine zweite Analyse unter Verwendung iterativer Mermalsgewichtung (a posteriori Gewichtung) resultierte in einem einzigen Kladogramm. Dieses stimmte in einigen Teilen mit den Ergebnissen der ungewichteten Analyse überein, zeigte aber auch deutliche Unterschiede zu diesen. In beiden Analysen erwies sich Andrena als die am stärksten abgeleitete Gattung innerhalb der Andreninae, während Euherbstia den ursprünglichsten Vertreter darstellte. Die holarktisch verbreiteten Untergattungen Larandrena, Micrandrena und Ptilandrena erwiesen sich sowohl in der ungewichteten als auch in der gewichteten Anlyse als polyphyletische Taxa. In beiden Analysen wurden 14 Gruppen festgestellt, welche die gleichen Taxa zusammenfassten. Die folgenden 11 Taxa wiesen darüber hinaus in beiden Analysen die gleiche Baumtopologie auf (Angabe der jeweiligen Untergattungen, bei polyphyletischen Untergattungen sind die untersuchten Arten genannt):

1. Poecilandrena, (A. proxima, (Aenandrena, Corandrena))

2. Osychnyukandrena, Calcarandrena

3. Callandrena, (Poliandrena,Lepidandrena)

4. Simandrena, (Zonandrena, (Hyperandrena, Melandrena))

5. Brachyandrena, Campylogaster

6. Cryptandrena, Holandrena

7. Aciandrena, Graeandrena

8. Derandrena, Oreomelissa

9. Opandrena, Notandrena

10. Hoplandrena, (Tylandrena, (A. vetula, (Cnemidandrena, (Anchandena, (Archiandrena, Andrena)))))

11. Augandrena, (Conandrena, Mellitoides)).

Die Gruppe 10 ist nach den vorliegenden Ergebnissen paraphyletisch, die anderen monophyletisch. 

Amerika wird als Ursprungsort der Andreninae angesehen, während die Gattung Andrena, wahrscheinlich altweltlichen Ursprungs (Mittelmeergebiet oder Zentralasien) ist, da die meisten ursprünglichen Untergattungen eine ausschließlich paläarktische Verbreitung aufweisen. Während sich die holarktische Verbreitung von Andrena wahrscheinlich auf Ausbreitungsvorgänge am Ende der Kreidezeit und im frühen Tertiär zurückführen läßt, scheint die Entstehung rein nearktischer und paläarktischer Untergattungen auf Vikarianzereignissen, verursacht durch die beginnende Ausdehnung des Atlantiks und die damit einhergehende Trennung der nordamerikanischen und europäischen Landmassen seit dem mittleren Eozän, zu beruhen.

Literatur

Dubitzky, A. & Schönitzer, K. 2001: The propodeal corbicula of Andrena proxima and allied species (Hymenoptera, Andrenidae) - Apidologie, 32, 429-434.PDF

Dubitzky, A. 2002 : A new sandbee from the mountain region of central Taiwan: Andrena taiwanella spec. nov. (Insecta, Hymenoptera, Andrenidae) - Spixiana, 25, 69-77.

A. Dubitzky, J. Plant & K. Schönitzer (2009) Phylogeny of the bee genus Andrena Fabricius based on morphology (Hymenoptera, Andrenidae). Mitt. Münch. Ent. Ges. 100, 137-202 Link to PDF

Dubitzky, A. 2005: Studies in phylogeny and biosystematics of bees: The bee genus Andrena (Andrenidae) and the tribe Anthophorini (Apidae); Diss. LMU München, 214 S.

Schönitzer , K. & Dubitzky, A. 2002: Sandbienen des Kugitang Gebirges in Turkmenistan und Beschreibung einer neuen Art: Andrena lehmanni spec. nov. (Hymenoptera Apoidea, Andrenidae) - Entomologische Zeitschrift, 112 (7), 206-212.PDF

Schuberth, J., W. Grünwaldt & K. Schönitzer 2001: Klärung und Neubeschreibung der Sandbiene Andrena asiatica Friese, 192 (Hymenoptera: Apidae, Andrenidae). Beitr. Ent. 51 65-71.PDF

Die Ameisenfauna (Hymenoptera: Formicidae) im östlichen Teil des Nationalparks Berchtesgaden. 

Die Ameisenfauna im östlichen Teil des Nationalparks Berchtesgaden wurde im Sommer 2005 mittels Handfänge untersucht. Dabei wurden 241 Probeflächen über einen Höhenbereich von fast 2000 m auf Ameisen hin untersucht. Des weiteren wurden die untersuchten Probeflächen zusätzlich durch die Bestimmung verschiedener Parameter (Höhe über dem Meeresspiegel, Exposition, Lebensraumtyp, Grad der Beweidung, Streuauflage, Steine, Totholz) charakterisiert. Insgesamt konnten 32 Ameisenarten aus sieben Gattungen (Formica, Camponotus, Myrmica, Manica, Tetramorium, Leptothorax, Temnothorax) nachgewiesen werden.  Zu den dominantesten Arten zählen Formica lemani, Formica aquilonia und Myrmica ruginodis. Mit Myrmica lobulicornis Nylander, 1857 liegt einen Neunachweis für Bayern und Deutschland vor.

Die höchsten Artenzahlen wurden in Felsbetonten Lebensräumen, Wäldern und Gebüschen, sowie in Offenem Grasland festgestellt. Die Arten wurden hinsichtlich ihrer Habitatansprüche und ihrer Höhenverbreitung charakterisiert. Als Arten mit der obersten Verbreitungsgrenze konnten Myrmica sulcinodis und Formica lemani festgestellt werden. Eine synökologische Analyse ausgewählter Arten zeigt signifikante Korrelationen der Arten untereinander. Arten innerhalb der Gattung Myrmica, sowie Arten innerhalb der Gattung Formica, schließen sich in der Regel aus.

Nach der Roten Liste gefährdeter Ameisen Bayerns (Sturm & Distler 2003) gilt Formica exsecta als vom Aussterben bedroht (RL 1), neun Arten sind als gefährdet zu betrachten, für zwei Arten wird eine Gefährdung angenommen. Die Problembereiche für gefährdete Ameisenarten konzentrieren sich vor allem auf almwirtschaftliche Nutzflächen. Für diese Flächen werden notwendige Pflegemaßnahmen genannt. Den höchsten Anteil gefährdeter Arten weisen im Untersuchungsgebiet xerotherme, extensiv beweidete Kalkmagerrasen auf. Diese Flächen haben besonders hohe Bedeutung für den Schutz der Ameisenfauna, da sie u. a. als Lebensraum für die Bayernweit vom Aussterben bedrohte Art Formica exsecta fungieren. Formica exsecta besitzt ihr Schwerpunktvorkommen in Bayern im Nationalpark Berchtesgaden.

Morphologie und Systematik der Bohrkäfer (Bostrichidae)

 Im Rahmen der Kooperation mit Kollegen aus Taiwan (Prof. Yang, Natiuonal Chung Hsing University, Taichung) wurden die Morpholgoie und Systematik der Bohrkäfer untersucht.

KapuzinerkäferFrau Lan-Yu Liu aus Taiwan wurde von K. Schönitzer im Rahmen ihrer Doktorarbeit in der ZSM betreut. Die Promotion wurde im April 2009 abgeschlossen, die Untersuchungen werden weitergeführt.

Literatur

L.-Y. Liu, K. Schönitzer & J.-T. Yang (2009). Microsructural characters as a tool for taxonomy (Coleoptera: Bostrichidae: Minthea and Dinoderus). NachrBl. bayer. Ent. 58, 58-61 PDF

Liu L.-Y., K. Schönitzer & J.-T. Yang (2008) On the biology of Xylopsocus bicuspis Lesne, 1901 (Coleoptera: Bostrichidae). Mitt. Münch. Ent. Ges. 98, 5-12 PDF

Liu L.- Y., K. Schönitzer & J.-T. Yang (2008) A review of the literature on the life history of Bostrichidae (Coleoptera). Mitt. Münch. Ent. Ges. 98, 91-97 PDF

Liu L.- Y. & K. Schönitzer (2011) Phylogenetic analysis of the family Bostrichidae auct. (Coleoptera) at suprageneric levels. Mitt. Münch. Ent. Ges. 101, (in press)