Sammlungsbestände der Sektion Herpetologie
Allgemeines
Nach Schätzungen von Gruber (1992) umfaßt die Sammlung etwa 29600 Amphibien und 110400 Reptilien. Es gibt zwei Magazine, eines für Schlangen sowie eines für sonstige Reptilien und Amphibien. Familien sind nach verwandtschaftlichen Beziehungen geordnet.
Innerhalb einer Familie sind die Gattungen und Arten alphabetisch sortiert. Geographische Sammlungsschwerpunkte sind Südamerika, Südostasien, Türkei und Griechenland; taxonomische Sammlungsschwerpunkte sind Schlangen. Trotz der Kriegsverluste haben die Typen vieler historisch bedeutsamer Arten bis heute überdauert.
Literaturhinweis
Gruber, U. (1992): Die Sektion Herpetologie (Lurche und Kriechtiere) der Zoologischen Staatssammlung München.- Spixiana, Suppl. 17: 126-132
Listen und Kataloge
Die Sammlungsbestände sind seit den Aufsammlungen von Spix (1820) in Eingangskatalogen erfaßt.
Parallel zu den Eingangskatalogen existiert eine Artenkartei auf Karteikarten. Ein Typenkatalog für die herpetologische Sammlung ist in Vorbereitung.
Die Typen von Spix und Wagler wurden bereits von Hoogmoed & Gruber (1983) ausführlich bearbeitet.
Literaturhinweis
Hoogmoed, M. S. & U. Gruber (1983): Spix and Wagler type specimens of reptiles and amphibians in the Natural History Musea in Munich (Germany) and Leiden (The Netherlands).- Spixiana, Suppl. 9: 319-415
Präparate
Der überwiegende Teil der Sammlung besteht aus Alkoholpräparaten. Daneben existieren umfangreiche Skelettsammlungen (Krokodilschädel, Schildkrötenskelette, einige Echsen und Amphibien). Außerdem verfügt die Sektion über eine große Sammlung von Reptilien- Eischalen und -Häutungen.
Eigene Aufsammlungen
1972 wurden von D. Fuchs und U. Gruber über 1000 Reptilien und Amphibien in Griechenland aufgesammelt. Eine weitere große Sammlung wurde von D. Fuchs und U. Gruber 1973 aus Nepal eingebracht.
Seit 2000 wurden von F. Glaw größere Aufsammlungen aus der madagassischen Region eingebracht, darunter viele neue Arten.
Bearbeitungen
Wissenschaftler, die bedeutendere Bearbeitungen mit herpetologischem Material der ZSM durchgeführt haben, sind:
- Prof. Dr. W. Erdelen: Herpetofauna von Sri Lanka
- Prof. Dr. H.-H. Schleich: Herpetofauna der Kapverdischen Inseln und aus Nepal
- J. F. Schmidtler: Herpetofauna der Türkei.
Größere Aufsammlungen aus verschiedenen Ländern Südamerikas (Venezuela, Brasilien), Südostasien (Sumatra, Borneo, Celebes) sind wissenschaftlich noch unbearbeitet.