Geschichte

Geschichte

Sektion Lepidoptera

Überblick über die wichtigsten historischen Daten

1807: Integrierung des Königlichen Naturalienkabinettes, der Zweibrücker Sammlungen und des Riedel’schen Kabinettes in die Akademie

1810: Erwerb der Sammlungen Moll und Schreber

1820: Eingang der Ritter von Spix’schen Ausbeuten aus den königlichen Südamerikaexpeditionen

1874 –1885: Eingang der Sammlungen Esper, Freyer (partim), Sturm, Gistel, Hartmann u.a.

1888 –1898: Zwei längere Forschungs- und Sammelexpeditionen der Prinzessin Therese von Bayern in Südamerika mit Aufsammlungen von Schmetterlingen

1915 –1945: Sektionsleitung Dr. K. von Rosen: Beginn des systematischen Aufbaus einer bedeutenden wissenschaftlichen Schmetterlingssammlung. Erwerb der Sammlungen Daumiller, Bastelberger, Disqué, Dannehl u.a.

1943: Kriegsbedingte Auslagerung der Hauptteile der Sammlung nach Ohlstadt, ca. 50 km südlich von München

1944: Bombardement und Zerstörung der Schausammlung in München

1945 –1975: Sektionsleitung Dr. W. Forster: Eingang wichtiger Sammlungen wie z.B. Alberti, Eisenberger, Gehlen, Hirmer, Hörhammer, Koehler, Lukasch, Osthelder, Vogl u.a.

1949 –1954: Zwei längere Forschungs- und Sammelexpeditionen nach Südamerika (v.a. Bolivien, Dr. W. Forster)

1964: Längere Forschungs- und Sammelexpedition nach Tansania (Dr. W. Forster)

1962 –1973: Vier längere Forschungs- und Sammelexpeditionen nach Nepal (v.a. Dr. W. Dierl)

1975 –1996: Sektionsleitung Dr. W. Dierl;

1986: Umzug in das neue Sammlungsgebäude. Neuaufstellung der gesamten Sammlung

1990: Beginn der umfassenden Bestandserfassung durch Computer (Dr. A. Hausmann, E. Lehmann, M. Sperlich)

1996 – heute: Sektionsleitung Dr. A. Hausmann; Übereignung wichtiger Sammlungen wie z.B. Herbulot, Beyerl, Wolfsberger, Klimesch, Hinterholzer, Eitschberger (partim), Hacker, Pröse, Behounek, Politzar, Scheuringer, u.v.a., insgesamt über 2 Millionen Exemplare. Sammlungsverbund mit dem Museum Witt (durch Gründung der Stiftung Thomas Witt durch den Bayerischen Wissenschaftsminister am 9.2.2000). Drittmittelprojekte zur Publikation von Monographien (‘The Geometrid Moths of Europe’), zur Sammlungsinventarisierung und internetgestützten Datenbereitstellung (GBIF), molekulare Forschung an Sammlungsobjekten in mehreren Projekten (Pyralidae: Dr. A.H. Segerer; Geometridae: Dr. A. Hausmann).

2006: Beginn der Kooperation mit dem kanadischen BIO (Universität Guelph) zur Generierung von DNA Barcodes aus den Sammlungen der ZSM. Bis Ende 2011 wurden cica 70,000 ZSM-Belege gebarcodet.

2010/2011: Schenkung des Museums Thomas Witt mit > 2 Mio spinnerartigen Nachtfaltern (Bombyces) und ca 1,200 Holotypen.

Der Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, H. Zehetmair, bei seinem Besuch in der Schmetterlingssammlung der ZSM anläßlich der Stiftungserrichtung “Thomas Witt” am 9.2.2000 (mit Dr. A. Hausmann).

Literatur
– Balss, H. 1926. Die Zoologische Staatssammlung und das Zoologische Institut. – In: Müller, K.A. von (Hrsg.): Die wissenschaftlichen Anstalten der Ludwig-Maximilians-Universität zu München. Chronik zur Jahrhundertfeier, im Auftrag des akademischen Senats herausgegeben: 300-315.

– Dierl, W. 1979. Bemerkenswerte Schmetterlingssammlungen in der Zoologischen Staatssammlung. – Nota lepid. 2: 31-33.

– Dierl, W. & A. Hausmann 1992. Die Sektion Lepidoptera der Zoologischen Staatssammlung München. – Spixiana Suppl. 17: 101-107