Rötelmaus Myodes glareolus
Kennzeichen
Kennzeichen
Rückenfell rötlichbraun bis fuchsigrot, Flanken bräunlich, Bauch weißlich. Schwanz relativ lang (für eine Wühlmaus), erreicht mehr als die halbe Körperlänge.
Körpermaße
Kopf+Rumpf 80-115 mm; Schwanz 40-70 mm; Hinterfuß 16-20 mm; Gewicht 15-35 g.
Lebensraum
Lebensraum
Häufigste Kleinsäugerart in Nadel- und Mischwäldern mit dichter Bodendeckung aus Farnen oder anderen krautartigen Pflanzen (In reinen Laubwäldern dominiert dagegen die Gelbhalsmaus Apodemus flavicollis ). Besonders häufig in Himbeer- und Brombeerschlägen. Außerhalb von Wäldern unter Gebüsch, Feldgehölzen und Hecken. Auch an Gewässerufern, sofern ein dichter Uferbewuchs ausreichend Deckung bietet. Nie auf Äckern und Feldern, im Winter jedoch gelegentlich in Heuschobern und Feldscheunen.
Verbreitung
Verbreitung in Europa
Die Rötelmaus besiedelt den Waldgürtel der westlichen Paläarktis von N-Spanien, Frankreich und England bis zum Baikalsee und zum Altaigebirge. Im Norden reicht das Areal bis zum Polarkreis. In Irland wurde die Art vermutlich erst in jüngerer Zeit durch den Menschen eingeschleppt.
Verbreitung in Bayern
In entsprechenden Lebensräumen überall in Bayern anzutreffen. In den Alpen bis 2300 m.
Bestandssituation
Bestandssituation
Häufigste Säugetierart in ganz Mittel- und Nordeuropa, erreicht Dichten von bis zu 80 Tieren pro ha.
Schaden
Schaden
Rötelmäuse können beträchtliche forstliche Schäden verursachen, da sie die Rinde zahlreicher Laub- und Nadelholzarten benagen und dabei bis auf den Splint abschälen. Außerdem fressen sie Knospen, Triebe und Samen von Bäumen und Sträuchern.
