Gelbhalsmaus Apodemus flavicollis
Kennzeichen
Kennzeichen
Oberseitenfärbung braun mit verdunkelter Rückenmitte, in deutlichem Kontrast zur hellen, manchmal rein weißen Unterseite. Geschlossenes gelbes Kehlband. Schwanz länger als der Körper
Körpermaße
Kopf+Rumpf 80-120 mm, S 80-130 mm, Hinterfuß 23-26 mm, Gewicht 20-45 g.
Lebensraum
Lebensraum
Stark an Wald oder zumindest an Baum- und Strauchwuchs gebunden. Häufig in Laubwald, vor allem in Eichen- und Buchenaltbeständen, aber auch im Fichtenwald. Bewohnt im Gegensatz zur Waldmaus auch unterwuchsarme und sogar völlig unterwuchsfreie Waldtypen. Auf Kulturland nur an Gehölzstreifen und Hecken oder an Bachläufen mit dichtem Bewuchs.
Verbreitung
Verbreitung in Europa
Das europäische Areal der Gelbhalsmaus erstreckt sich weniger weit nach Westen und Süden als das der Waldmaus. So fehlt sie im Westen Frankreichs, auf der Iberischen Halbinsel (außer im äußersten Norden) sowie auf allen großen Mittelmeerinseln. England wird nur im Süden besiedelt, Irland überhaupt nicht, in Italien sind die Po-Ebene und Apulien ausgeklammert. Auch in großen Teilen Belgiens und der Niederlande sowie im Nordwesten der norddeutschen Tiefebene fehlt die Gelbhalsmaus. Im Osten reicht das Verbreitungsgebiet bis zum Ural, im Südosten bis zum Kaukasus.
Verbreitung in Bayern
In ganz Bayern, Areal jedoch habitatbedingt lückenhaft, fehlt zum Beispiel in Teilen der Münchner Schotterebene. In den Mittelgebirgen und Alpen (bis 1870 m) häufiger als im Tiefland.
Bestandssituation
Bestandssituation
In Gebieten, in denen ein Mosaik aus Wald, Gebüsch. Feldgehölzen und Hecken besteht, häufig bis sehr häufig. In agrarisch genutzten offenen Landschaften selten bis fehlend. Insgesamt keine Bestandsgefährdung.
