Erdmaus Microtus agrestis
Kennzeichen
Kennzeichen
Fell borstiger und langhaariger als bei der Feldmaus. Basis und Vorderhälfte der Ohrmuscheln von langen, borstigen Haaren überdeckt.
Körpermaße
Kopf+Rumpf 80-120 mm; Schwanz 30-42mm, Hinterfuß 16-20 mm, Gewicht 20-35 g.
Lebensraum
Lebensraum
Bevorzugt feuchtere Böden und dichtere, höhere Vegetation als die Feldmaus, häufig in Gewässernähe. Typische Lebensräume sind: Ungemähte, bodenfeuchte Wiesen, Moorflächen, Auwälder, mit Gestrüpp bewachsene Gräben sowie vergraste Waldlichtungen und Kahlschläge. Laufgänge oft oberirdisch im dichten Grasfilz, Nester in Grashorsten.
Verbreitung
Verbreitung in Europa
Das geschlossene Areal der Erdmaus reicht in Europa weiter nach Norden als das der Feldmaus und schließt auch Skandinavien und England mit ein. Dagegen fehlt die Erdmaus in weiten Teilen Süd- und Südosteuropas.
Verbreitung in Bayern
In zusagenden Lebensräumen kann man die Erdmaus überall in Bayern antreffen, die Populationsdichte ist aber durchweg niedriger als bei der Feldmaus.. In den bayerischen Alpen bis 1600 m ü NN nachgewiesen, kommt vermutlich aber auch in größerer Höhe vor.
Bestandssituation
Bestandssituation
Nach SPITZENBERGER stabile Bestandssituation, Lebensraumverluste infolge landwirtschaftlicher Meliorisationen werden ausgeglichen durch Zugewinne infolge Verbrachung, Vernässung und Aufforstung von Grenzertragsflächen.
Literatur
Literatur
Spitzenberger , F. (2001): Die Säugetierfauna Österreichs. – Grüne Reihe des Bundesministrium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft & austria medien service (Graz): 895 S.
