Ausstellung: Schlangen-Häute

Bilder, C-Prints, und Objekte

Juni 2003

Plakat Schlangen

Seit 1995 drehen sich die Arbeiten des Malers Herwig Kienzl um das Sujet Schlange. Von jeher hat dieses Tier den Menschen fasziniert. In der Geschichte der unterschiedlichsten Kulturen hat man der Schlange einen respektgebietenden Platz zugestanden und ihr verschiedenste Bedeutungen zugeordnet.

Aus Qualitäten und Ästhetik der Körperform und der Haut schöpft der Maler Herwig Kienzl seine Inspiration. Mit seinen Computerdrucken auf Leinwand wagt er sich in ein spannungsgeladenes Terrain zwischen Fotografie, neuer Medientechnik und Malerei. Wird in den C-Print-Tafelbildern die Schönheit der lebenden Tiere mit ihren prall gefüllten Körpern, die haptisch - einladende und erotische Qualität besitzen, gehuldigt, so stirbt in den Schlangenhautobjekten das Tier durch den Jagdtrieb des Menschen und muss durch den malerischen Akt erst wieder neu aufgebaut und erschaffen werden.

In dieser Ausstellung lernt der Betrachter eine künstlerisch und technisch neue Herangehensweise kennen. Er wird sich, trotz der vom Künstler bewusst aufgebauten Spannung zwischen dem rein Formalen und den vorprogrammierten Ängsten und Vorurteilen zum Thema Schlange in unserer Gesellschaft, der davon losgelösten Ästhetik der Werke Kienzls nicht entziehen können.

Karl-Heinz Fuchs, Träger der Ritter-von-Spix-Medaille und Dr. Frank Glaw

Karl-Heinz Fuchs, Träger der Ritter-von-Spix-Medaille und Dr. Frank Glaw, Sektionsleiter Herpetologie (rechts) Herwig Kienzl (links) und Frau Dr. Kirste

Der Künstler Herwig Kienzl (links) und Frau Dr. Kirste, Staatsministerium f. Wissenschaft, Forschung und Kunst.