Archiv frühere Veranstaltungen

Sonstige Veranstaltungen

Siehe auch: Ausstellungen und Wissenschaftspreise

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen in loser Folge verschiedene Veranstaltungen der Freunde der ZSM der letzten Jahre vor. Leider ist diese Zusammenstellung bei weitem nicht vollständig, aber wir wollen Sie in Zukunft weiter ausbauen.

Verleihung der Ritter-von-Spix-Medaille an Herrn Dr. Philippe Darge, Clénay, Frankreich (28. Juni 2013)

Herr Dr. Darge ist seit Jahren freundschaftlich mit der ZSM verbunden, und spendete unter anderem außerordentlich reichhaltige Aufsammlungen ostafrikanischer Lepidoptera. Zuletzt erhielt die SNSB-ZSM von ihm eine sehr wertvolle Sammlung von (afrikanischen) Charaxes Schmetterlingen sowie westpaläarktischen Carabus Laufkäfern. Beides sind unter anderem auch hoch geschätzte Sammlerobjekte, deren Ankauf für Sammlungen gewöhnlicherweise nicht möglich ist.

Die Festveranstaltung zu Ehren von Herrn Dr. Darge begann mit einem Grußwort des Geschäftsführers der Freunde der ZSM (Prof. Schönitzer), gefolgt von einem Grußwort des Ministerialdirigenten Dr. W. Zeitler vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, verlesen durch den Generalsekretär der SNSB, Herrn Lt. RD M. Hüttenhofer. Es folgten Vorträge des Generaldirektors der SNSB, Prof. Dr. G. Haszprunar und des weiteren von Dr. J.C. Habel (TU München) und Dr. M. Balke (ZSM), einer Laudatio von Dr. A. Hausmann (ZSM), der Medaillenverleihung durch Herrn MD iR M. Sommerer und ein bewegendes Dankeswort von Herrn Dr. Darge.

Darge

Der Abend klang mit einem internationalen Buffet und vielen interessanten Gesprächen aus, wobei Dr. Darge sehr erfreut die Bekanntschaft mit der an der ZSM tätigen jungen Gruppe französischer Nachwuchswissenschaftler machte - ein weiteres Indiz wie weit die SNSB-ZSM über die Grenzen Bayerns hinaus die europäische Sammlungs- und Wissenschaftslandschaft mit prägt.

Impressionen von der Veranstaltung finden sich hier.

Reise der Freunde der ZSM nach Kärnten (30.05. bis 2.06.2013)

Die Mitglieder der Freunde der ZSM haben eine interessante Reise nach Kärnten unternommen, die wieder sehr gut von Herrn Prof. Haszprunar und seiner Frau organisiert und geleitet wurde. Die Reisegruppe konnte viele schöne Ziele besuchen und es wurden bei den Führungen viele interessante Geschichten und Zusammenhänge erklärt. Wir waren in Spittal an der Drau, Klagenfurt, Althofen, Maria Saal und am Rückweg in Golling. Die zoologisch Interessierten kamen besonders auf ihre Kosten in Happs-Reptilienzoo in Klagenfurt. Hier begeisterte die Leiterein Frau Helga Happ mit einem lebendigen Vortrag über giftige Tiere und ihre Erlebnisse damit. Sehr interessant waren auch eine Streichel-Riesenschlange und die Fütterung einer Galapagos Riesenschildkröte. Prof. Hasszprunar erklärte die Evolution der Schlangen und biologische Besonderheiten. Am Samstag konnte die Gruppe bei schönem Wetter und guter Fernsicht eine Führung durch die Römerstadt am Magdalensberg genießen. Hier war für die Dauer von knapp 100 Jahren eine römische Stadt, mit Tempeln, Forum, Handwerkervierteln und Wohnhäusern. In einem kleinen Museum und Lapidarium konnte man die hohe Wohnkultur der Römer zur Zeit der Besiedelung bestaunen, darunter die impsante Bronzefigur des Jünglings vom Magdalensberg. Am Gipfel des Berges konnte noch eine sehr schöne gotische Kirche (Helenenkirche, mit gotischen Altären) bestaunt werden. In Althofen wurde den Mitgliedern der Freunde der ZSM der österreichische Erfinder und Naturwissenschaftler Auer von Welsbach (1858 - 1929) vorgestellt, der vier chemische Elemente (seltene Erden) entdeckt hat, sowie Erfinder des Glühstrumpfs im Gaslicht („Auerlicht“), der Metallfadenlampe und des Zündsteins („Auermetall“) im Feuerzeug war. Dieser Gelehrte lebte viele Jahre in Althofen und hat verschiedene Fabriken gegründet, die heute noch von Bedeutung sind. Im Museum der Burg Golling wurden den Teilnehmern von Herrn Professor Haszprunar die Weichtiere und Saurier des Tethysmeeres erläutert. Außerdem war auch hier die Kultur und Lebensweise der Römer sehr schön dargestellt. Das Museum in Hallein konnten wir wegen des Hochwassers nicht besuchen. Es musste deshalb auch ein größerer Umweg in Kauf genommen werden, aber zum Glück sind wir gut und pünktlich nach Hause gekommen. Eine Reise, die trotz des teilweise regnerischen Wetters, allen Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben wird.

Fahrt der Freunde nach Kärnten 2013

Besuch der Freunde der ZSM beim Lehrbienenstand in Deisenhofen

Am 22. Juni 2012 besuchten die Freunde der ZSM den Lehrbienenstand des Münchener Bezirksbienenzuchtvereins (MBBZV) in Deisenhofen.

Die Aufgaben des MBBV beinhalten Bienenkunde, Bienenzucht, Bienenhaltung (Imkerei), Bienenweide, Aus- und Weiterbildung von Imkern, sowie Informationsveranstaltungen.

bVertreter des Lehrbienenstands gaben zunächst im Sedlmeier Vereinshaus eine sehr informative Einweisung in die Geschichte der Bienenzucht und der Imkerei in verschiedenen Parzellen im Raum München und seiner Umgebung, die bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zurückreicht. Zusätzlich berichtete ein Imker aus einer der regionalen Sektionen des MBBZV über die Aufzucht von Bienen, die ausgeklügelte Organisation eines Bienenstaates mit seiner Königin, den Arbeitsbienen und den Drohnen.

Einblicke erhielten die Freunde auch in die Blütenpollenanalyse, Züchtung und Markierung von Königinnen sowie in die Produktionsverfahren des Honigs und über die zunehmende Bedrohung der Bienenvölker durch eingeschleppte Parasiten.

beAnschließend folgten eine Besichtigung des Bienenmuseums und ein Rundgang durch den Lehrbienenstand mit seinen Schaubienenvölkern, der in einem idyllischen Wald- und Pflanzenbiotop im südlichen Landkreis München gelegen ist.

Jährliche Tage der Offenen Tür werden am Lehrbienenstand veranstaltet, der diesjährige fand am 7. Juli 2012 statt.

Ein für alle Freunde interessanter Nachmittag fand seinen kulinarischen Abschluss mit einem gemütlichen Zusammensein in einem griechischen Biergarten, passend zu dem am gleichen Abend stattgefundenen EM- Halbfinalspiel gegen Griechenland.

E. Wierig

Verleihung der Ritter-von-Spix-Medaille in Höchstadt

Die Freunde der ZSM sind auf Einladung von Bürgermeister Gerald Brehm und vom hiesigen Spixverein nach Höchstadt in die Kulturfabrik Fortuna zum Festakt und anschließend zur Bewirtung in die Fischereistube gekommen. Zum Rahmenprogramm gehörten zwei Kostproben aus dem entstehenden SPIX-Musical von Vater und Sohn Ulbrich gesungen vom Schülerchor der SPIX-Mittelschule. Außerdem besuchten die "Freunde der ZSM" das Bamberger Naturkundemuseum.

Näheres siehe einen Bericht von Dr. Reinartz aus Höchstadt

Link zu einen Picasa Webalbum...

Einen TV-Bericht finden Sie hier...

Hier ein Artikel der Nordbayerischen Nachrichten...

Spix und die zoologische Forschung in Brasilien

Im Rahmen dieser Festveranstaltung am 14. September berichtete Prof. G. Haszprunar über besonders interessante Tierarten aus Brasilien und Prof. Klaus Schönitzer stellte den Spix-Ara vor, der leider in freier Wildbahn ausgestorben ist. Prof. Heinzeller führte - einfühlsam wie immer - in die künstlerischen Aussagen der Fotoausstellung "Die "ZSM im Portrait, Impressionen aus dem Alltag der ZSM" von Max Großrubatscher ein. Die Ausstellung wurde von Frau Elisabeth Hintelmann eröffnet. An diesem Abend wurde erstmals das Buch "Ein Leben für die Zoologie" von Klaus Schönitzer vorgestellt.

Vernissage zur Fotoausstellung und Festveranstaltung 14.09.2011

Reise der Freunde der ZSM nach Wien

Im Jahre 2011 fuhren die „Freunde der ZSM” unter der Leitung des Direktors der ZSM, dem 9. Nachfolger des Ritters von Spix nach Wien. Prof. Haszprunar, der aus Wien stammt, führte die zoologisch interessierten „Freunde” nicht nur sachkundig durch das Naturkundemuseum und den Tiergarten Schönbrunn, sondern auch zu einem zünftigen Heurigen. Prof. Haszprunar konnte viele zoologische Details und interessante Geschichten aus seiner Heimatstadt lebendig erzählen.Wien

Außerdem konnten die „Freunde” auf ihrem Weg das herrliche Kloster Melk und die naturwissenschaftlichen Sammlungen von Kremsmünster bestaunen. Die perfekte Organisation lag in den Händen der Gattin von Prof. Haszprunar, die auch darauf achtete, dass alle Mitglieder der Gruppe stets pünktlich waren und die Zeit optimal ausgenutzt wurde.

Sonderbriefmarken "Spix" und "200 Jahre ZSM"

Im Jubiläumsjahr 2011 beging die Zoologische Staatssammlung München ihr 200-jähriges Bestehen mit einer ganzen Reihe von Festveranstaltungen.

Eine weitere Aktion der Freunde der ZSM in diesem Jahr war die Herausgabe von zwei Sonderbriefmarken zum Thema "Spix" und "200 Jahre ZSM" mit dem postalischen Nennwert von € 0,55. Sie können also beispielsweise zum Freimachen eines Standardbriefes verwendet werden. Diese beiden Briefmarken wurden in einem Sonderpostamt in der ZSM am Tag der Offenen Tür (14. Mai 2011) verkauft und konnten mit einem Sonderstempel versehen werden.

sondermarkenEinzelne Briefe mit Sonderstempel sowie ungestempelte Sondermarken sind noch in der ZSM vorrätig. Sie können gegen Vorauskasse zugeschickt werden (Information und Bestellung: Telefon 089/8107-0, oder -102).

Weitere Informationen zu den Sondermarken, sowie den verfügbaren Schmuckkuverts finden sie hier... und hier...

Stand der „Freunde” am Tag der offenen Tür zum 200 jährigen Bestehen der ZSM

StandAm 14. Mai 2011, einen Tag nach dem 185. Todestag ihres Gründers, Johann Baptist Ritter von Spix, veranstaltete die ZSM einen zusätzlichen Tag der offenen Tür. Zu diesem Anlass präsentierten auch die Freunde der ZSM ihre vielfältigen Aktivitäten und zeigten unter anderem einen Rückblick auf einige ihrer Kunstausstellungen.

Viele der fast 3.000 Besucher informierten sich über die Fördergesellschaft der ZSM und vielleicht dürfen wir bald wieder neue Mitglieder begrüßen.

Festliche Verleihung der Ritter-von-Spix-Medaille 2010 an Prof. Dr. Lutz W. R. Kobes aus Göttingen

Festveranstaltung: 22. Oktober 2010, in der Zoologischen Staatssammlung München

Kobes

Prof. Dr. Kobes hat der Zoologischen Staatssammlung eine Spezialsammlung von Nachtfaltern der Familie der Eulenfalter (Noctuidae) übereignet. Professor Kobes hat an der Universität Göttingen Zahnmedizin gelehrt und hat sich seit seiner Kindheit für Schmetterlinge interessiert. Er hat schon seit vielen Jahren persönlichen Kontakt zu Mitarbeitern der Zoologischen Staatssammlung und arbeitete wissenschaftlich mit den Münchner Kollegen stets intensiv und erfolgreich zusammen. Professor Kobes beschäftigte sich anfangs wissenschaftlich mit den einheimischen Eulenfaltern, wandte sich später aber den Schmetterlingen des Fernen Ostens zu. Besondere Verdienste erwarb er sich durch die Untersuchung der Nachtfalter von Sumatra. Professor Kobes gründete und leitete die Gesellschaft "Heterocera Sumatrana Society (HSS)", in deren Rahmen Tausende von Schmetterlingen aus Sumatra aufgesammelt, präpariert und sortiert, sowie von verschiedenen Spezialisten wissenschaftlich bearbeitet wurden. Dadurch konnten viele Schmetterlingsarten als neu für die Wissenschaft beschrieben und auch einige Nachtfalter nach ihm benannt werden.

Die Sammlung von Professor Kobes ist nun dauerhaft in die Bestände der Zoologischen Staatssammlung integriert, die inzwischen die größte Schmetterlingssammlung der Welt beherbergt.

Schmetterling

Pressebericht, siehe zum Beispiel: Nordbayerische Nachrichten

Führung im Museum Natur und Umwelt in Ebersberg

Im Sommer 2010 haben die Freunde der ZSM einen Ausflug in das sehr interessante Museum Mensch und Umwelt unternommen. Die „Freunde der ZSM” bekamen die Besonderheiten dieses Museums von Frau Dipl. Biol. Ursel Kunz sehr lebendig und ausführlich erklärt (im Bild bei der Begrüßung vor dem Museum). Zum Schluss konnten wir auch die interessante Sonderausstellung über Bienen bewundern, ehe wir auf der herrlichen Terrasse der Ebersberger Alm noch gemütlich zusammen den Nachmittag beschließen konnten. Natur und Umwelt in Ebersberg

Veranstaltungen zum Darwin Jahr

Im Jahr 2009 wurde allenthalben des 200sten Geburtstages von Charles Robert Darwin und des 150sten Jahrestages der Herausgabe seines epochalen Buches "On the Origin of Species by Means of Natural Selection ..." gedacht. Seit dem Erscheinen dieses Werkes am 24. November 1859 ist die Evolutionstheorie nicht nur in der wissenschaftlichen Diskussion allgemein präsent, sondern hat auch wesentlichen Einfluss auf unser Weltbild. Darwins Buch war schon am Erscheinungstag ausverkauft und gleich nach dem Erscheinen wurden verschiedenste Rezensionen publiziert. Heute, nach weiteren 150 Jahren der Forschung, gilt mehr denn je die viel zitierte Aussage von Theodosius Dobzhansky aus dem Jahre 1973 "Nichts in der Biologie ergibt einen Sinn außer im Licht der Evolution." Dies gilt natürlich auch in besonderer Weise für die wissenschaftliche Arbeit an der ZSM.

Die ZSM begann das Darwin Jahr mit der Festveranstaltung "Darwins Urenkel - neue Antworten auf alte Fragen" zur Verleihung der 10. R.J.H. Hintelmann Wissenschaftspreises und beging es mit mehreren einschlägigen Vorträgen über Evolution.

Im November fand eine Festveranstaltung statt mit einem Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Haszprunar (Direktor der ZSM) und Thomas Hücherig (kath. Theologe, Dachau): "Evolution ist Schöpfung ist Schöpfung Evolution?" mit anschließender Diskussion. Die lebhafte Diskussion in dem vollbesetzten Hörsaal und beim anschließenden Sektempfang zeigte, wie wichtig und interessant eine offene Auseinandersetzung zwischen naturwissenschaftlichen und theologischen Themen ist.

GHTHProf G. Haszprunar und T. Hücherig bei der Podiumsdiskussion im Hörsaal der ZSM.

 

An diesem Abend wurden erstmals Original Briefe von Charles R. Darwin, die im Besitz der Zoologischen Staatssammlung München sind, ausgestellt. In diesen Briefen bedankt sich Darwin für die Zusendung von zwei Büchern des Mediziners und Entomologen Georg Karl Maria Seidlitz (geb. 1840 in Petersburg, gest. 1917 in Irschenhausen bei München) und geht auf deren Inhalt ein. Die Briefe sind offensichtlich 1918 zusammen mit der Käfersammlung des in der Nähe von München verstorbenen Seidlitz an die ZSM gekommen.

Briefe als pdf zum herunter laden BCD

 

Fahrt nach Höchstadt an der Aisch

Die Freunde der ZSM haben im September 2009 einen Wochenendausflug in die Spix Stadt Höchstadt an der Aisch unternommen. Höchstadt im Aischgrund ist die Geburtsstadt des Begründers der Zoologischen Staatssammlung München, Ritter von Spix. Zwischen der ZSM und Höchstadt besteht seit langem eine für beide Seiten fruchtbare Kooperation.

Der Aufenthalt in Höchstadt hatte einen überraschend schönen und angenehmen Beginn mit dem Besuch der Hauptschule, in deren Kantine die Gäste ein hervorragendes Mittagessen serviert bekamen. Der Direktor der Hauptschule, eine der Lehrerinnen und die Schüler konnten den Münchener Gästen ein sehr positives Bild von ihrer Schule vermitteln.

Nachmittags wurden die Münchner durch die historische Altstadt geführt und erhielten die Geschichte lebendig vorgeführt. Auch die beiden sehr liebevoll eingerichteten Museen, das Heimatmuseum im Storchenrathaus und das Spix-Museum im Geburtshaus des großen Sohnes der Stadt gaben interessante Einblicke in die Geschichte von Höchstadt.

Abends wurden wir in den Karpfenstuben der Fortuna Kulturfabrik über die Karpfenzucht informiert und erhielten bei Musik und Spieleinlagen beste Karpfen und andere Fischspezialitäten im vergnüglichen Rahmen.

Auch am nächsten Tag wurden die Münchner in der nahe liegenden historischen Fischanlage in Neuhaus über das Jagd und Fischereiwesen informiert und konnten die Teichanlagen des Naturschutzgebietes Mohrhof besichtigen. Stets wurden wir von den fachkundigen und geduldigen Höchstädtern geführt, und auf das beste betreut.

Im Namen der Freunde der ZSM und der mitgereisten Freunde des Botanischen Gartens München-Nymphenburg möchten wir uns bei allen Höchstädtern herzlich für die große Gastfreundschaft bedanken. Frau A. Pillukat aus der ZSM gebührt besonderer Dank für die perfekte Organisation.

 

HSBilder vom Ausflug der "Freunde der ZSM" nach Höchstadt sehen Sie nach Anklicken des Bildes

 

 

 

Verleihung der Ritter von Spix Medaille an Prof. Dr. Zoltán Varga (Debrecen, Ungarn) April 2008

Der Preisträger Herr Prof. Dr. Zoltán Varga aus Debrecen, Ungarn ist ein international bekannter Schmetterlingsspezialist, der der ZSM eine umfangreiche Sammlung wertvoller Eulenfalter (Noctuidae) geschenkt hat und seit vielen Jahren wissenschaftlich mit der ZSM zusammenarbeitet. Prof. Varga hat etliche Forschungsreisen in die Gebirge von Zentralasien unternommen um die dortige Schmetterlingsfauna zu untersuchen. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen hat er auch hervorragende Aquarelle und Zeichnungen gemacht, die in einer Sonderausstellung der ZSM ausgestellt wurden. Prof. Varga hat auch viele Insektenbücher herrlich illustriert.

ZV

Bei der Festveranstaltung war auch eine Delegation aus Höchstadt/Aisch, der Geburtsstadt des Ritters von Spix, unter den vielen Gästen. Neben Grußworten und einer Laudatio sprachen der Generaldirektor der Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns Prof. Dr. G. Haszprunar über die "Neue Dimension unserer Schmetterlinge" und Prof. Schönitzer berichtete über seine Entomologische Expedition in Pakistan. Prof. Haszprunar stellte das neu mit einer Kompaktanlage versehene Schmetterlingsmagazin der ZSM offiziell vor. In dem neu umgebauten Magazin ist nun Platz für ca. 50.000 Schmetterlingskästen.

Fagfalter

Kranzniederlegung am Grab von Johann Baptist Ritter von Spix am 13. Mai 2006

Mit einer Kranzniederlegung hat die Stadt Höchstadt, die Bayerische Akademie der Wissenschaften sowie die Zoologische Staatssammlung München (ZSM) und ihr Förderverein den großen Münchner Zoologen Johann Baptist Ritter von Spix geehrt, der vor 225 Jahren geboren wurde und dessen Todestag sich am 13. Mai zum 180. Mal gejährt hat.

Kranzniederlegung am Spix-Grab.

Foto: Kranzniederlegung am alten Südlichen Friedhof in München. Bürgermeister Brehm, Dr. K. D. Reinartz (Vorsitzender des Spix Vereins), Walter Huber (Träger der Spix-Medaille), Prof. R. Bulirsch (Bayer. Akademie d. Wissenschaften), Hr. Fiederling (Sparkasse Höchstadt) (von rechts nach links). Foto: Reinartz

Am Grab von Spix im Alten Südlichen Friedhof in München sprachen Gerald BREHM, Oberbürgermeister der Stadt Höchstadt a.d. Aisch, ferner der Sekretär der Mathematisch Naturwissenschaftlichen Klasse der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Prof. Dr. Roland BULIRSCH sowie in Vertretung der Zoologischen Staatssammlung und ihres Fördervereins Prof. Dr. Thomas HEINZELLER. Aus Höchstadt waren nahezu einhundert Bürger in zwei großen Reisebussen angereist.

Die Gäste aus Höchstadt wurden mittags in der ZSM bewirtet und es wurden am Nachmittag zwei öffentliche Vorträge in der ZSM gehalten, zu denen auch viele Gäste aus München gekommen waren. Prof. K. SCHÖNITZER referierte über "Ritter von SPIX und die ZSM". Er stellte dabei die Bedeutung des ersten Münchner Zoologien und Gründer der jetzigen ZSM im geschichtlichen Zusammenhang dar. Dr. J. DILLER berichtete über "Panguana Regenwald Forschung zwei Jahrhunderte nach SPIX". Sie berichtete über die Expeditionen von Mitarbeitern der ZSM der letzten Jahre in den Amazonas Regenwald von Peru.

Der Münchner Beutelwolf wurde restauriert

Der Münchner Beutelwolf Im Jahr 2002 wurde unser Beutelwolf, eines der wertvollsten Präparate der ZSM, restauriert. Die Dermoplastik, die 1870 für die Sammlung erworben wurde, hatte durch unsachgemäße Aufbewahrung in zu feuchten Räumen in der Vergangenheit stark gelitten. Da die Haut als Folge der im 19. Jahrhundert üblichen Alaungerbung noch Restsäure enthielt, hätte eine komplette Umarbeitung mit Abnahme des Felles und Herstellung eines neuen Kerns die Zerstörung des Stückes mit sich bringen können. So konnte das Stück nur "von außen" repariert werden: Dabei wurde die instabile Grasfüllung von der geöffneten Bauchnaht her mit Spachtelmasse verfestigt und so der ganze Körper stabilisiert. Zahlreiche, zum Teil klaffende Risse wurden geschlossen und vernäht, lose Haut- und Fellstücke wieder angefügt. Der Kopf konnte abgenommen und mittels einer eingearbeiten Kunststoffform völlig neu gestaltet werden.

Münchner Beutelwolf Besonders das naturgetreu gestaltete "Gesicht" und die wiederhergestellten Ohrmuscheln sind dafür verantwortlich, dass das Präparat nun den Nimbus eines altertümlichen Stopfpräparates verloren hat und eine in Anbetracht seines Alters und seiner wechselvollen Museumsgeschichte durchaus ansprechende Dermoplastik darstellt. Die Restaurierung wurde in 2-monatiger Arbeit von einem international anerkannten Spezialisten aus Kapstadt/Südafrika durchgeführt. Ein großer Betrag wurde von den "Freunden der Zoologischen Staatssammlung München e.V." übernommen, einen Teil der Kosten übernahmen die "Freunde des Museums Mensch und Natur". Darüber hinaus bedanken wir uns herzlich für eine großzügige Spende der Stadtsparkasse München und einem privaten Spender.

Die Präparation Seit 23. Juli 2003 gibt das Stück im Münchner Museum "Mensch und Natur" zusammen mit dem Quagga und anderen ausgestorbenen Säugetieren Zeugnis von der Ausrottung von Tierarten durch den Menschen.

Ritter-von-Spix-Denkmal in Höchstadt an der Aisch

Am 26.6.2003 wurde im Zentrum von Höchstadt an der Aisch ein Denkmal des Ritters von Spix enthüllt. Dieses Denkmal erinnert an den berühmten Zoologen, der aus Höchstadt stammt und durch seine Brasilien-Expedition 1817 bis 1820 den Grundstein für die Sammlungen der Zoologischen Staatssammlung München legte. Er wird auf dem Denkmal ausdrücklich als erster Direktor der jetzigen Zoologischen Staatssammlung München bezeichnet.

Aus der Ansprache von Herbert Fiederling (Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse):

Ritter-von-Spix-Denkmal Ritter von Spix ist an Hand alter Portraits und in der Bekleidung seiner Zeit dargestellt. Die Figur ist an eine Mauer gelehnt. Die Mauer korrespondiert mit den Steinen des alten Rathauses. Auf der Schulter des Wissenschaftlers hockt ein Amazonas-Papagei, der den Namen seines Entdeckers trägt. Spix betrachtet durch die Lupe ein Vogelei; der Spix-Ara verfolgt interessiert den Blick von Spix, ebenso aufmerksam das Ei beobachtend.

Prof. Dr. Ernst Josef Fittkau

Prof. Dr. Ernst Josef Fittkau, der frühere Direktor der Zoologischen Staatssammlung München sprach bei der Denkmalsenthüllung, zu der eine Delegation von Wissenschaftlern aus der ZSM gekommen war, ein Grußwort.

Der Künstler, Helmut Kunkel, Herbert Friederling von der Kreissparkasse Höchstadt, Landrat Eberhard Irlinger, Bürgermeister Gerald Brehm

Der Künstler, Helmut Kunkel, Herbert Friederling von der Kreissparkasse Höchstadt, Landrat Eberhard Irlinger, Bürgermeister Gerald Brehm (von links nach rechts).

Der Künstler, Helmut Kunkel, hat das Denkmal in einem Begleittext sehr schön beschrieben. Er sagt: Dargestellt ist eine sinnbildliche Szene über die Verantwortung der Wissenschaft, über Herkunft, Zeit und Gedenken. Zum einen Gedenken an den Forschungsreisenden und Gelehrten, zum anderen an den kürzlich in der freien Wildbahn ausgestorbenen Spix-Ara. So steht das Vogelei, auf das sich beider Konzentration richtet, für die eigene Herkunft, für Entdeckung von Leben und Geburt. Genauso steht es aber auch für Zerbrechlichkeit und für Rückbesinnung auf 'altes' wissenschaftliches Denken und Forschen, das an der neuen zivilisierten Welt gescheitert ist. Angesichts der Tatsache, dass Wissenschaftler heute z. B. Hühner ohne Federn für die Geflügelindustrie züchten, möchte ich mit der gemeinschaftlichen Mensch-Tier-Allegorie an Spix erinnern, als einen Vertreter einer naturbegeisterten Wissenschaft, an einen Mann, der seinerzeit die unvorstellbare Strecke bis zum Ufer des Amazonas überwand, um zu sammeln und seine Erfahrungen für die Welt zu dokumentieren. Dass der von ihm entdeckte Spix-Ara ihn in freier Natur nur um Weniges überlebt hat, ist Grund genug, beiden dieses Denkmal zu widmen - und den Blick durch die Lupe wachsam auf ein Ei zu richten, aus dem vielleicht noch etwas schlüpfen wird.