Kunstausstellung: Miniaturen der Natur - ganz groß
27.02.-18.03.2005
Eine Ausstellung der Freunde der Zoologischen Staatssammlung München e.V., des Botanische Gartens München-Nymphenburg, der Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens e.V. und der Zoologische Staatssammlung München.
Licht- und elektronenmikroskopische Fotos von Martin Hess, Bernhard Nippe, Gerhard Wanner, Hans-Jörg Wunderer und Wissenschaftlern der ZSM. Die Sonderausstellung ist der Darstellung kleiner und kleinster organismischer Strukturen mittels moderner fotografischer Techniken gewidmet.
In den Scanfotos von Rainer Zimmer erschließt sich die allgegenwärtige Schönheit, die uns Alltagspflanzen im Kleinen zu bieten haben - Miniaturen der Natur, an denen wir normalerweise achtlos vorüber gehen. Die Fotos entstanden durch direktes Auflegen von Pflanzenteilen auf die Glasplatte des Scanners. Sie sind in keiner Weise manipuliert oder systematisch transformiert, sondern ganz so belassen, wie sie die Grundeinstellung des Scanners für den Bildschirm und das fotorealistische Farbprofil des Druckers ergeben. Das Resultat sind in Farbe, Tiefenschärfe und Komposition außerordentlich brillante Fotos von geradezu meditativer Ästhetik.
Makrofotos von Dr. Burkhardt Nippe vermitteln Eindrücke aus der zauberhaften Welt der Schmetterlingsraupen, deren schier unglaublicher Formenreichtum von nackten bis zu lang behaarten Arten reicht, von außerordentlich farbenprächtigen bis hin zu hervorragend getarnten.
Rasterelektronenmikroskopie ermöglicht nicht nur die Auflösung winzigster Details, wie beispielsweise die Architektur feinster Poren oder Sinneshärchen, sondern – aufgrund der großen erreichbaren Tiefenschärfe - auch gleichzeitig die gestochen scharfe Darstellung dreidimensionaler Strukturen. So werden in den rasterelektronischen Aufnahmen von Dr. Martin Hess, Dr. H. Wunderer und Prof. Dr. G. Wanner kleinste Gliedertiere, die mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen wären, zu faszinierenden „Aliens“. Eine schier unglaubliche Fülle von struktureller Präzision und ausgeklügelter Funktion tut sich dem staunenden Betrachter auf.