Häufig gestellte Fragen über die
Zoologische Staatssammlung München

Wenn Sie schon immer wissen wollten, wer wir eigentlich sind, woran unsere Mitarbeiter forschen und ob das Haus jedem Interessenten offensteht - dann finden Sie die Antworten.

In der folgenden Liste finden Sie Antworten auf Fragen, die uns häufig von Journalisten oder interessierten Bürgern gestellt werden.

Ist die Zoologische Staatssammlung ein Museum?

Ja und nein. Wir sind kein öffentliches Museum mit Schauräumen, Vitrinen und Sonderausstellungen, sondern eine Forschungssammlung. Fast alle Tiere lagern in speziellen Kästen oder Gläsern, gut verschlossen in klimatisierten Räumen. Was aber nicht heißt, dass Besucher bei uns nicht willkommen sind. Unser Tipp: Besuchen Sie uns doch einmal am Tag der offenen Tür, der in der Regel am ersten Wochenende im November stattfindet, oder bei einem der öffentlichen Vorträge. Wann solche Veranstaltungen stattfinden, erfahren Sie im Veranstaltungskalender. Auch die Bibliothek ist innerhalb der Öffnungszeiten öffentlich zugänglich. Übrigens: Alle Teile der Staatsammlung sind für Rollstuhlfahrer zugänglich.

Wozu dient die Sammlung ?

Unsere Aufgaben lassen sich prinzipiell mit den vier "E"s umschreiben: Erwerben, erhalten, erfassen, erforschen. Das heißt: ständig erwerben wir neue Objekte, die unsere Mitarbeiter fachgerecht konservieren, archivieren und erhalten. Die Tiere werden aber nicht nur gelagert, sondern auch genau untersucht und es werden alle Begleitdaten erfasst. So können Zoologen nicht nur die Verwandschaftsbeziehungen ermitteln, sondern erforschen auch Wechselbeziehungen in Ökosystemen, die Verbreitung von Tierarten oder den Feinbau von Organen.

Was versteht man unter Systematik?

Die Systematik gliedert sich in drei Teilbereiche: Taxonomie erfasst neue Arten und macht sie so dem Schutz und der weiteren Erforschung zugänglich. Faunistik und Zoogeographie erfassen die Verbreitung von Arten in Raum und Zeit. Phylogenetik (Verwandtschaftsforschung) untersucht die evolutionären Beziehungen zwischen Arten und Tiergruppen.

Wieviele Tiere beherbergt die Sammlung ?

Wir verwalten derzeit rund 20 Millionen zoologische Objekte aus allen Kontinenten und Weltmeeren, darunter die mit rund zehn Millionen Exemplaren die größte Schmetterlingssammlung der Welt. Reich vertreten und von weltweiter Bedeutung sind z.B. auch die Sammlungen von Käfern, Hautflüglern und Fliegen, von Tausendfüßlern und Krebsen, oder von Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugetieren.

Wieviele Mitarbeiter hat die Sammlung ?

Insgesamt ca. 40, davon 14 Wissenschaftler. Alle Wissenschaftler sind Fachleute für bestimmte Tiergruppen und erforschen diese in einzelnen Schwerpunkten oder im Rahmen von Gemeinschaftsprojekten mit anderen Institutionen auf nationaler und internationaler Ebene. Forschungsschwerpunkte (s. bei den einzelnen Sektionen) umfassen das gesamte Tierreich.

Woher stammen all die Tiere ?

Die Experten der Staatssammlung haben viele der in der ZSM aufbewahrten Tiere gesammelt und bestimmt. Nicht unerheblich sind Schenkungen, Stiftungen und Käufe. Mitunter sorgt auch der Zoll für Zuwachs in der Sammlung, denn immer wieder werden exotische Urlaubsmitbringsel wie Eisbärfelle oder Schildkrötenpanzer beschlagnahmt, die anschließend einen Platz in den Sammlungsbeständen finden.

Wird in der Zoologischen Sammlung nur gesammelt ?

Nein, die Sammlungen haben ihren Sinn als Forschungs- und Bildungsgrundlage. Unsere Objekte - einmal gesammelt und bestimmt - dämmern nicht in Schränken und Regalen vor sich hin. Dank neuer Techniken wie DNA-Sequenzanalyse können die Tiere auf Verwandtschaftsbeziehungen hin untersucht werden. Parallel dazu werden die Methoden zur Erfassung der gewonnenen Information auf den modernsten Stand gebracht und verfügbar gemacht. Dazu dienen Aufsätze in wissenschaftliche Publikationen ebenso wie die Bereitstellung über das World Wide Web.

Haben nur Fachleute Zutritt zur Sammlung?

Um die Sammlung für jedermann interessant zu machen, veranstalten wir regelmäßig einen Tag der offenen Tür und gelegentlich auch Kunstausstellungen. Termine finden sie in unserem Veranstaltungskalender. Alle Teile der Staatsammlung sind für Rollstuhlfahrer zugänglich.

Unsere Mitarbeiter stehen nach telefonischer Voranmeldung (unter 089 - 8107 - 0) von Montag bis Donnerstag 8 - 12 Uhr und 13 - 16 Uhr sowie Freitags 8 - 12 Uhr und 13 - 14 Uhr zur Verfügung.

Die Bibliothek ist geöffnet Montag, Dienstag, Freitag von 8:30-11:30 Uhr, sowie Donnerstag von 8:30-11:30 Uhr und von 13:30-15:30 Uhr.

Wie finde ich zur Zoologischen Staatssammlung?

Mit der S-Bahn (S 2), Haltestelle Obermenzing.

Laufzeit vom S-Bahnhof beträgt 5-10 Minuten (Verdistraße > Freseniusstraße > Münchhausenstraße), siehe auch unsere Kontaktinformationen.

Auch die Buslinie 73 bringt sie vom Pasinger Bahnhof direkt vor unsere Hintertür (Haltestelle Freseniusstraße).

Sie können auch mit dem PKW zu uns kommen. Fahren Sie vom Stadtzentrum aus in Richtung Nymphenburg bzw. Autobahn Stuttgart, und zwar auf der Menzinger Straße. Diese geht in Obermenzing in die Verdistraße über. Nach der Unterführung unter die S1 sehen sie eine Ampel. Biegen sie rechts in die Fresenius-Straße und dann die erste Abzweigung wieder rechts in die Münchhausenstraße. Unmittelbar am Gebäude der Sammlung befindet sich ein kleiner Parkplatz, ansonsten können Sie ohne Probleme auch kostenlose Parkplätze in der Nähe der ZSM finden. Kalkulieren Sie als Fahrtzeit vom Zentrum bis zur ZSM etwa eine halbe Stunde.

Ich habe in Haus oder Garten Probleme mit Schädlingen. Kann mir die Sammlung hier weiterhelfen?

Ob Silberfischchen, Teppichkäfer, Motten, Flöhe oder Küchenschaben - oft bereiten kleine Plagegeister Mühe und Verdruss. Wir beraten Bürger und Behörden, und sagen Ihnen, wie Sie Schädlingsbefall bekämpfen und verhüten. Dabei möchten wir gleichzeitig helfen, Vorurteile gegenüber Tierarten abzubauen, denn nicht jedes Lebewesen ist tatsächlich ein unliebsamer Schädling. Fragen Sie uns (Tel. 089-8107-0) - wir helfen gerne weiter.