Mäuse und Spitzmäuse in Bayern Buch Mäuse und Spitzmäuse in Bayern

Wasserspitzmaus Neomys fodiens

Kennzeichen

Kennzeichen

Oberseite schwarz, Unterseite weiß, gelblich oder rötlich, sehr selten schwarz. Weißliche Schwimmborsten an Zehen und Außenrändern der Füße, weißer Borstenkiel an Schwanzunterseite.
Körpermaße

Körpermaße

Kopf+Rumpf 70 – 90 mm; Schwanz 53 – 74 mm; Hinterfuß 17.5 – 19 mm;
Gewicht 9 – 18 g.

Lebensraum

Lebensraum

Die Wasserspitzmaus ernährt sich fast ausschließlich (bis zu 100%) von wasserlebenden Organismen (Insektenlarven, Kleinkrebse, Schnecken) und hält sich daher stets am Ufer stehender und fließender Gewässer auf. Dicht bewachsene, strukturreiche Uferabschnitte werden bevorzugt, doch kann man sie auch an Ufern mit spärlichem Bewuchs fangen, zum Beispiel an Fischteichen.

Verbreitung

Verbreitung in Europa

Verbreitung in Europa

Das Verbreitungsgebiet der Wasserspitzmaus erstreckt sich über ganz West-, Mittel- und Nordeuropa. Sie fehlt jedoch in Irland sowie in weiten Teilen Südeuropas. Auf dem Balkan und in Südosteuropa beschränkt sich ihr Vorkommen auf gebirgige Gegenden. Nach Osten erstreckt sich ihr geschlossenes Verbreitungsareal bis Sibirien und zum Baikalsee sowie – mit Verbreitungslücken – ins Amurgebiet und auf die Insel Sachalin.

 


Verbreitung in Bayern

Verbreitung in Bayern

Landesweit verbreitet, auch in den Alpen (bis ca. 1700 m über NN) und in den Mittelgebirgen, aber nirgends sehr häufig. Ist oft auch in optimal erscheinenden Biotopen nicht nachzuweisen.

Bestandssituation

Bestandssituation

War im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wohl überall noch weitaus häufiger als heute (vgl. KÖHLER 1998). Trockenlegung von Feuchtgebieten, Uferverbauungen und Verrohrung von Bächen haben zu Bestandsrückgängen und lokal wohl auch zum Aussterben von Populationen geführt.

Rote Liste-Status Bayern

Rote Liste-Status Bayern

Art der Vorwarnliste (V)
siehe Rote Liste gefährdeter Säugetiere (Mammalia) Bayerns

Literatur

Literatur

KÖHLER, D. (1998): Aspekte der Ethökologie und deren Bedeutung für den Schutz der Wasserspitzmaus Neomys fodiens. – Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg 1: 52-55.