Mäuse und Spitzmäuse in Bayern Buch Mäuse und Spitzmäuse in Bayern

Schneemaus Chionomys nivalis

Kennzeichen

Kennzeichen

Rückenfell braun und mit zahlreichen schwarzen Leithaaren durchsetzt. Unterseite und Füße weißlich-grau. Schwanz zweifarbig (oben braun, unten weiß), manchmal ganz weiß. Fell weich und locker, Schnurrhaare sehr lang. Jungtiere steingrau.

Körpermaße

KR 90 – 135 mm, Schwanz 55-75 mm, Hinterfuß 20-21 mm, Gewicht 30-50 g.

Lebensraum

Lebensraum

Optimaler Lebensraum sind Geröllhalden und Felsschuttkegel am Fuß von Felsabstürzen. Bewohnt auch Geländepartien mit massivem Fels, soweit dieser ausreichend mit Spalten und Schichtfugen durchsetzt ist. Seltener in Latschen- und Alpenrosenfeldern. Keine dauerhafte Besiedlung offener, felsfreier Grünflächen (Weiden, Borstgrasrasen). Häufig bei und in Berghütten.

Verbreitung

Verbreitung in Europa

Verbreitung in Europa

Das größte zusammenhängende Verbreitungsgebiet der Schneemaus erstreckt sich über den Alpenhauptkamm und das Dinarische Gebirge auf der Balkanhalbinsel. In anderen Gebirgen Europas ist ihr Areal dagegen stark zersplittert und besteht aus Verbreitungsinseln, die die Reste einer ehemals ausgedehnteren Verbreitung im Pleistozän darstellen. In felsigen Gegenden Südeuropas lebt die Schneemaus auch in niedriger Höhenlage. Auch im Kaukasus und anderen Gebirgen Südwest-Asiens gibt es Schneemausvorkommen.


Verbreitung in Bayern

Verbreitung in Bayern

In Bayern nur in den Hochlagen der Alpen. Niedrigster Fundort bei 1050 m über NN (Mitteralm über Brannenburg), höchster Fundort 2960 m über NN (Zugspitzgipfel).

 

 

Bestandssituation

Bestandssituation

Stabil, keine Hinweise auf Bestandseinbußen. Relativ unempfindlich gegenüber Störungen durch Bergsteiger und –wanderer.

Literatur

Literatur

KAHMANN, H. & J. HALBGEWACHS (1962): Beobachtungen an der Schneemaus, Microtus arvalis Martins, 1842, in den Bayerischen Alpen. – Säugetierkundliche Mitteilungen 10: 64-82.