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Die Zoologische Staatssammlung München

Die Zoologische Staatssammlung München (ZSM) ist eine Forschungsinstitution für zoologische Systematik und ihre Anwendungen im weiteren Sinne. Grundlage der Forschungsarbeit an der Zoologischen Staatssammlung ist der in den Sammlungen steckende enorme, aber häufig versteckte Informationsgehalt.

Zu den Hauptaufgaben der ZSM gehört der Erhalt dieser Informationen und dessen Erweiterung durch den Erwerb neuer Objekte bzw. Sammlungen. Zugleich sind diese Informationen auszuwerten und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die an der ZSM betriebene Forschung liegt vor allem in den Bereichen Taxonomie, phylogenetische Systematik, Morphologie, Biodiversität und Evolutionsbiologie.

In der Zoologischen Staatssammlung München werden rund 25 Millionen zoologische Inventareinheiten archiviert (eine Inventareinheit kann auch viele Individuen beinhalten, z.B. bei Alkoholsammlungen). Sie ist damit eine der größten naturkundlichen Forschungssammlungen der Welt. Bei den Objekten handelt es sich um Belegmaterial, das in der über 200-jährigen Geschichte des Hauses von Wissenschaftlern und Fachamateuren zusammengetragen wurde.

Exzerpt aus dem Rohmaterial des dokumentarischen Kurzfilmes "what happens when the heart just stops" der Hochschule für Fernsehen und Film 2013, copyright HFF, München 2013, Regie Vera Brückner

Die Sammlungsbestände der ZSM werden ständig durch Schenkungen, Erbschaften oder Ankauf von Sammlungen großer Naturforscher, aber auch durch Forschungs- und Sammelreisen der rund 40 wissenschaftlichen und technischen Mitarbeiter der Staatssammlung ergänzt.

Die Staatssammlung ist untergliedert in Sektionen entsprechend den Großgruppen des Tierreichs. Daneben werden an der ZSM auch eine Reihe sektionsübergreifender Projekte durchgeführt, die in der Regel durch externe Fördermittel ermöglicht werden.

Ein weiterer Schwerpunkt der ZSM stellt die umfangreiche Bibliothek dar. Von wertvollen Werken aus dem 16. Jahrhundert bis zu aktuellen Neuerscheinungen beherbergt sie mehr als 90.000 Bände und etwa 1.500 laufende Zeitschriften.